Michael Schroers ist in den Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen weltmeisterlich.

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Sports- und Feuerwehrmann: Michael Schroers (41) arbeitet in der Leitstelle in Viersen.

Sports- und Feuerwehrmann: Michael Schroers (41) arbeitet in der Leitstelle in Viersen.

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Sports- und Feuerwehrmann: Michael Schroers (41) arbeitet in der Leitstelle in Viersen.

Niederkrüchten/Viersen. Triathlon ist sein Leben. Okay, "nebenbei" geht er noch seinem Beruf als Feuerwehrmann in der Kreisleitstelle in Viersen nach. Michael Schroers (41) ist Vize-Weltmeister von 2007 im Feuerwehr-Triathlon. Nein, nicht Löschen, Bergen, Retten, sondern einfach Triathlon: 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und einen Marathon laufen. Dabei gibt es eine Extra-Klasse für Feuerwehrleute.

2009 hat sich Schroers sogar noch einmal gesteigert und das komplette Programm in neun Stunden und sieben Minuten absolviert. Aber da waren gleich drei Männer schneller als er. Allerdings: Alle drei haben eine Profi-Lizenz, er war der weltbeste Amateur. "In Frankreich etwa gibt es richtige Sport-Förderkompanien bei der Feuerwehr", erklärt Schroers. Wer da ambitioniert sei, lande in einer solchen Einheit.

Der 41-Jährige verbindet Dienst und Training - so nutzt er schon mal den Weg von seinem Wohnort Dülken zur Wache für eine Laufeinheit. "Triathlon ist eine gesunde Sportart, gerade für die Feuerwehr. Im Gegensatz zu Ballsportarten wie Fußball ist die Verletzungsgefahr hier deutlich geringer." Dabei war er selbst einmal Fußballer mit Leib und Seele.

"Ich habe ordentlich Lehrgeld gezahlt."

Michael Schroers über seine erste Triathlon-Erfahrung

Zum Triathlon hat ihn eher eine Neckerei unter Kollegen gebracht. Es sei eine Opa-Sportart, hatte Schroers gespöttelt. Das war 1998. Ein Kollege überredete ihn daraufhin, doch einmal beim Volks-Triathlon in Willich über kürzere Distanzen zu zeigen, was er drauf habe - über sein Abschneiden schweigt Schroers. "Ich habe ordentlich Lehrgeld gezahlt", ist sein einziger Kommentar.

Aber dann begann er zu trainieren, begleitete im Herbst 1999 einen anderen Kollegen zum großen Triathlon nach Roth in Franken - und ging selbst im Jahr 2000 das erste Mal auf der langen Distanz an den Start.

Schroers hat schon Kollegen für seinen Sport begeistern können. Eine Staffel des Löschzugs Niederkrüchten will beim Schwalm-Nette-Triathlon am 13. Juni an den Start gehen. Einer schwimmt, einer fährt Rad, eine läuft. Das Trio muss aber deutlich kürzere Distanzen bewältigen, als sie Schroers gewohnt ist: 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen.

Derzeit macht er bei Kollegen Werbung für den Schwalm-Nette-Triathlon am 13.Juni in Niederkrüchten. Organisiert wird dieser vom Dülkener SV, zu dem Schroers gehört. Seine weltmeisterlichen Fähigkeiten wird man in Niederkrüchten nicht sehen. Als Mitglied des Organisationsteams sorgt er dafür, dass der Nachwuchs problemlos starten kann.

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