Trotz einiger Einsätze sprechen Polizei und Feuerwehr von einem äußerst ruhigen Jahreswechsel.

Neben einer Gastherme war am Silvesterabend im Dachgeschoss dieses Hauses am Erdbeerweg in Willich-Wekeln ein Feuer ausgebrochen. Die Bewohner drehten den Gashahn ab, verhinderten so Schlimmeres.
Neben einer Gastherme war am Silvesterabend im Dachgeschoss dieses Hauses am Erdbeerweg in Willich-Wekeln ein Feuer ausgebrochen. Die Bewohner drehten den Gashahn ab, verhinderten so Schlimmeres.

Neben einer Gastherme war am Silvesterabend im Dachgeschoss dieses Hauses am Erdbeerweg in Willich-Wekeln ein Feuer ausgebrochen. Die Bewohner drehten den Gashahn ab, verhinderten so Schlimmeres.

Neben einer Gastherme war am Silvesterabend im Dachgeschoss dieses Hauses am Erdbeerweg in Willich-Wekeln ein Feuer ausgebrochen. Die Bewohner drehten den Gashahn ab, verhinderten so Schlimmeres.

Kreis Viersen. Eine der ruhigsten Silvesternächte seit Jahren erlebten Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte im Kreis Viersen. Zum größten Zwischenfall der Nacht kam es um kurz nach halb eins in Dülken im Bereich Langestraße/Eintrachtstraße. Eine Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener hatte die Raketen nach Beobachtungen von Zeugen nicht senkrecht in den Himmel sondern schräg gezündet. So landeten sie auf einem gegenüberliegenden Balkon, auf dem ein 76-Jähriger und ein 26-Jähriger das Feuerwerk betrachten wollten. Beide wurden von Feuerwerkskörpern getroffen und leicht an Oberarm und Bein verletzt.

Die Polizei machte in der Gruppe zwei 20-jährige Dülkener als dringend tatverdächtig aus. Ein Alkoholtest ergab, dass die Männer leicht alkoholisiert waren, außerdem hatten sie deutliche Schmauch- und Rußspuren an den Händen. Ihre Personalien wurden festgestellt. Weil aber niemand definitiv sagen konnte, dass diese beiden die Querschläger abgefeuert hatten, blieben sie zunächst unbehelligt. Die Polizei ermittelt weiter.

Am späten Silvesterabend brannte am Erdbeerweg in Willich-Wekeln ein Dachgeschoss im Bereich einer Gas-therme. Die Hausbewohner hatten aber schon vor dem Eintreffen der Wehr geistesgegenwärtig den Gashaupthahn abgedreht, so dass Schlimmeres verhindert wurde. Die Feuerwehr untersuchte dann, ob der Brand bereits auf den Dachstuhl und die Isolierung übergegriffen hatte, aber das war nicht der Fall. Die Bewohner konnten in ihr Haus zurückkehren.

Feuerwerkskörper setzten eine Hecke in Brand

Den ersten Einsatz der Feuerwehr im neuen Jahr kann der Löschzug Schwalmtal-Amern für sich verbuchen. Um 0.14Uhr wurde die Wehr zu einem brennenden Container gerufen. Auch an der Berliner Höhe in Viersen brannten ein paar Abfalleimer. In Lobberich und Breyell setzten Feuerwerkskörper eine Hecke und etwas Strauchwerk in Brand. In Grefrath kokelte gegen 0.30 Uhr Gebälk im Dachstuhl eines Hauses, bislang ist aber ein Zusammenhang mit Silvesterraketen nicht auszumachen.

Vollständig aus brannte am Silvesterabend das Wohnzimmer eines Hauses an der Grenzstraße in St. Tönis. Kurz nach 17 Uhr hatte ein Fernsehgerät Feuer gefangen. Der 67-jährigen Bewohnerin gelang es noch, die Netzstecker zu ziehen und mit ihren beiden Enkelkindern das Einfamilienhaus zu verlassen. Ein Löschzug der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf weitere Räume des Hauses verhindern; das Wohnzimmer brannte jedoch vollständig aus. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden liegt im fünfstelligen Bereich, so die Polizei.

Die Kälte der Nacht - die Thermometer im Kreis zeigten zwischen minus sechs Grad in Willich und minus zehn Grad in Elmpt - hielt wohl viele Menschen von ausgedehnter Knallerei und größerem Unsinn ab. An den Einsatzstellen in Willich und Grefrath gefror innerhalb von Minuten das Löschwasser rund um die Fahrzeuge, so dass nach dem Feuerwehreinsatz noch der Bauhof ausrücken musste, um die Straßen abzustreuen, damit es nicht zu Glatteis-Unfällen kam. Selbst der alkoholfreie Sekt in den Gläsern gefror noch beim Anstoßen denjenigen, die sich vorgenommen hatten, ohne Rausch ins neue Jahr zu starten.

Einen besonderen Ort für die Silvesterknallerei hatten sich junge Erwachsene in Elmpt ausgesucht: Sie begrüßten das neue Jahr auf dem noch nicht freigegebenen Stück der Autobahn 52. "Im nächsten Jahr müssen wir uns wohl einen anderen Platz suchen", sinnierte einer von ihnen gegen ein Uhr.

Die gute Nachricht des Neujahrsmorgens kommt aus Neersen: Dort retteten Feuerwehrleute mit Hilfe von Leitern gegen 8.30 Uhr eine Ente, die auf dem Schlossweiher festgefroren war.

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