Im Krisenstab sind unter anderem Jugendämter, Kinderschutzbund und Klinik vertreten.

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Verdachtsfälle können dem Krisenstab gemeldet werden.

Verdachtsfälle können dem Krisenstab gemeldet werden.

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Verdachtsfälle können dem Krisenstab gemeldet werden.

Kreis Viersen. Das Thema Kindesmissbrauch bestimmt seit Wochen die öffentliche Diskussion. Die Kreispolizei Viersen weist darauf hin, dass es in der Region bereits seit mehreren Jahren ein "niederschwelliges Angebot" gibt: Ratsuchende könnten sich in Verdachtsfällen von Kindesmisshandlung, Vernachlässigung oder sexuellem Missbrauch an den Krisenstab wenden.

Es handelt sich dabei um ein Fachgremium für Eltern, Angehörige und Pädagogen. Vertreten sind unter anderem das Kreis-Jugendamt, der Kinderschutzbund und die Kinderklinik Viersen.

Polizei muss direkt Anzeige erstatten

Dieser Krisenstab tritt in Aktion, wenn ein konkreter Fall oder ein Verdacht vorliegt. "Wenn Sie etwa eine Frage, eine Vermutung oder einen Verdacht auf sexuellen Missbrauch haben, wenn Sie nicht wissen, welche Hilfen es für Betroffene gibt, können Sie den Krisenstab kostenlos in Anspruch nehmen", lautet ein Aufruf der Polizei. "Hier gibt es Beratung, Unterstützung und Begleitung."

Weiter heißt es: "Sofern (zunächst) keine Strafanzeige erstattet werden soll, sollte die Polizei für die Herstellung eines ersten Kontaktes zum Krisenstab nicht angesprochen werden." In manchen Fällen könne es sinnvoll sein, zunächst andere professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, erklärt dazu Polizei-Sprecherin Antje Heymanns. Grund: "Die Polizei muss direkt Anzeige erstatten."

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es unter anderem in einer neuen Broschüre mit dem Titel "Kinderschutz geht alle an! Gemeinsam gegen Kindesmisshandlung und Vernachlässigung".

Erstkontakt zum Krisenstab kann über das Frauenzentrum Viersen, 02162/18716, oder die katholische Beratungsstelle, Tel. 02162/15081, aufgenommen werden.

"Kinderschutz geht alle an!", heißt die neue Broschüre des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Sie ist im Internet zu finden und kann auch beim Kommissariat Vorbeugung der Kreispolizei angefordert werden.

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