Städte im Kreis hoffen auf Nachschub für glatte Straßen.

Schwieriges Fahren: Schon länger wird nur noch in Bereichen gestreut, die unumgänglich sind, etwa Kreuzungen und Gefahrenpunkte.
Schwieriges Fahren: Schon länger wird nur noch in Bereichen gestreut, die unumgänglich sind, etwa Kreuzungen und Gefahrenpunkte.

Schwieriges Fahren: Schon länger wird nur noch in Bereichen gestreut, die unumgänglich sind, etwa Kreuzungen und Gefahrenpunkte.

Ahlen

Schwieriges Fahren: Schon länger wird nur noch in Bereichen gestreut, die unumgänglich sind, etwa Kreuzungen und Gefahrenpunkte.

Kreis Viersen. In Schwalmtal ist Ende: Nur rund sechs Tonnen Streusalz hatte der Bauhof am Mittwoch Vormittag noch. Ähnlich sieht es in Niederkrüchten aus. Fünf Tonnen hat man noch von Brüggen zurückzubekommen, bald ist auch hier Schluss. Allein die Hauptstrecken, die noch bedient werden müssen, machen 100 Kilometer aus. In Viersen hofft man, bis Ende der Woche mit den letzten Resten auszukommen, eine neue Lieferung ist angekündigt.

Splitt ist noch in großen Mengen vorhanden

"Es sieht nicht mehr so gut aus wie letzte Woche", sagt Willichs Bauhofleiter Bernd Kuhlen. Letzten Freitag habe man noch eine Lieferung bekommen und sei mit 70 Tonnen Salz ins Wochenende gegangen. Davon waren am Mittwoch noch etwa 30 übrig. Aber trotz sparsamen Streuens sei der Zustand der Hauptverkehrsstraßen in Willich "top".

In Brüggen strahlt Bauhofleiter Ulrich Beenen: Er hat lange gewartet - und am Dienstag einen Zug mit 25 Tonnen geliefert bekommen. Allerdings: Sollte das Wetter so bleiben wie in den vergangenen Wochen, reicht das nur für etwa fünf Tage. In Grefrath haben die Salzlieferanten am Dienstag sogar 26 Tonnen abgeladen. Man habe sich sehr darüber gefreut, sagt Ina Weise vom Bauhof. "Als der Fahrer sich ankündigte, haben wir ihm gesagt, er soll unter allen Umständen durchfahren und sich nicht von Wegelagerern aufhalten lassen", erklärt sie mit einem Lächeln.

Ganz so schlimm ist es in Wahrheit nicht, aber die Lage ist ernst. Nettetal hat noch rund 15Tonnen auf Lager. Damit will man noch eine Woche auskommen, wie Pressesprecher Christoph Kamps erklärt. Denn hier wie überall wird schon länger nur noch in den Bereichen mit Salz gestreut, die unumgänglich sind: auf Kreuzungen, an denen die Autos bremsen müssen, an Steigungen und Gefahrenpunkten.

Ansonsten wird geräumt und Splitt benutzt, den alle noch in großen Mengen haben und bekommen können. "Aber wenn wir bis zum Wochenende nichts bekommen und dann wie angekündigt Regen einsetzt, der überfriert, dann ist endgültig Schluss mit lustig", sagt Niederkrüchtens Bauhofleiter Detlef Wagner.

Seine Anrufe beim Deutschen Straßendienst in Hannover, wo das Salz herkommt, laufen schon seit Tagen ins Leere. "Da geht keiner mehr ans Telefon." Bestellt hat er das Salz schon vergangene Woche Montag. Als Lieferfrist waren ihm 48 Stunden versprochen worden - Mittwochmittag wartete er immer noch.

Gut sieht die Lage dagegen in Kempen und Tönisvorst aus: In Kempen ist das Lager voll, ebenso in der Nachbarstadt. Dort sorgt die Firma Hamelmann für freie Straßen, Wege und Plätze. Der Bauhof ist für städtische Grundstücke, Schulhöfe und die Fußgängerzone zuständig. "Wir haben mehr als genügend Salz, weil wir sehr frühzeitig geordert haben", erklärt Ordnungsamtsleiter Wolfgang Schouten. "Wenn wir jeden Tag streuen müssten, würden wir nach grober Schätzung noch zehn bis 14 Tage auskommen."

Beim Kreis gibt es noch geringe Salz-Reserven. Man hofft, damit noch eine Woche lang auszukommen und rechnet bis dahin mit einer neuen Lieferung.

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