Dutzende Fahrer, die zu schnell unterwegs waren, erwischten am Donnerstag die Beamten im Kreis.

Die Polizei war auch an der Kölnischen Straße in Viersen präsent.
Die Polizei war auch an der Kölnischen Straße in Viersen präsent.

Die Polizei war auch an der Kölnischen Straße in Viersen präsent.

Ahlen

Die Polizei war auch an der Kölnischen Straße in Viersen präsent.

Kreis Viersen. Klaus Klein von der Kreispolizei, Leiter der Verkehrsdirektion, steht mit seinem Team an der Kölnischen Straße in Viersen. Sie nehmen an einem kreisweiten Sondereinsatz gegen Raser teil. Plötzlich ist das Funkgerät zu hören. Ein blauer Kombi ist mit 104 Stundenkilometern gemessen worden - in einer 70er-Zone.

Der Fahrer muss anhalten, sein Führerschein und sein Fahrzeug werden überprüft. Er war mehr als 20 Stundenkilometer zu schnell. Es ist egal, ob innerhalb oder außerhalb einer Ortschaft - dann gibt es ein Bußgeld.

Mann aus Mönchengladbach sieht seinen Fehler ein

Der blaue Kombi ist weg, da kommt schon der nächste Wagen angebraust - ein weißer 3er BMW. Er hatte sogar 108 Stundenkilometer drauf. Auch ihn erwartet eine Anzeige. Mehr Glück hat ein Mann aus Mönchengladbach.

Nach Abzug der Toleranz bleiben genau 19 Kilometer pro Stunde zu viel. Er ist mit 30 Euro Verwarngeld dabei - und sieht seinen Fehler ein. Er war unterwegs von Termin zu Termin und hatte es eilig. "In Holland wäre es teurer gewesen", sagt er.

Keine Arbeit haben die Beamten, die darauf warten, den erwischten Fahrern Schockvideos von Unfällen, die bei hoher Geschwindigkeit passiert sind, zeigen zu können. Klein ahnt, warum das so ist. Meist hätten es die zu schnellen Fahrer zu eilig.

...Mess-Stellen hatte die Polizei gestern eingerichtet.

...Autofahrer waren deutlich zu schnell unterwegs.

...Fahrer müssen sich auf einen Bußgeldbescheid und Punkte einstellen, da sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 20 km/h überschritten hatten.

...Stundenkilometer hatte der von der Polizei erwischte Spitzenreiter auf dem Tacho - in einer 70er-Zone in Viersen.

Der unfreiwillige Stopp, die Überprüfung, die mahnenden Worte der Beamten - das alles kostet weitere Zeit. Und dann kommt das Angebot mit den Videos. "Da kann es schon sein, dass viele Verkehrsteilnehmer auf dieses Beratungsmedium verzichten", sagt Klein.

Er hält Geschwindigkeitskontrollen wie die gestrige für sehr sinnvoll. "Für die Folgen eines Unfalls ist oft nicht die Unfallursache maßgeblich, sondern die Geschwindigkeit, mit der gefahren wurde", sagt er.

Doch nicht nur zu hohe Geschwindigkeit ist gefährlich: Am Mittwoch waren Beamte in Nettetal und Niederkrüchten unterwegs. In rund sechs Stunden erwischten sie 72 Gurtmuffel und acht Handy-Telefonierer. Drei Fahrer hielten am Stopp-Schild nicht an.

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