Zehn Millionen Euro könnten nach Viersen fließen. Wünsche gibt’s viele.

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Der bisherige Erschließungsring endet an der Gladbacher Straße. Geht es nach dem Wunsch von CDU, SPD und FDP, könnte ein Teil des erhofften Geldes in den Lückenschluss fließen.

Der bisherige Erschließungsring endet an der Gladbacher Straße. Geht es nach dem Wunsch von CDU, SPD und FDP, könnte ein Teil des erhofften Geldes in den Lückenschluss fließen.

Der bisherige Erschließungsring endet an der Gladbacher Straße. Geht es nach dem Wunsch von CDU, SPD und FDP, könnte ein Teil des erhofften Geldes in den Lückenschluss fließen.

Viersen. Das Wort "Konjunkturpaket" bringt Augen zum Leuchten - auch in der Stadt Viersen, die mit einem Teil aus dem 13,3-Milliarden-Euro-Topf von Bund und Land rechnen kann. Bedarf hat die Stadt - inwieweit sie die angekündigte Unterstützung allerdings nutzen kann, steht noch nicht fest. Es fehlen noch Einzelheiten, machte Bürgermeister Günter Thönnessen im Hauptaussschuss klar.

"Wir müssen Gewehr bei Fuß stehen. Allerdings wissen wir noch nicht, an welchen Fuß wir welches Gewehr stellen."

(GünterThönnessen, Bürgermeister)

Die SPD hatte einen Antrag vorgelegt, in dem sie die Verwaltung auffordert, ein "Kommunales Konjunkturprogramm für Viersen" zu erarbeiten. "Wir müssen Gewehr bei Fuß stehen. Allerdings wissen wir noch nicht, an welchen Fuß wir welches Gewehr stellen", sagte Thönnessen.

Derzeit geht er davon aus, dass zehn Millionen Euro in Richtung Viersen fließen könnten. "Das Elend ist, dass der Verteilungssschlüssel noch gar nicht klar ist", sagt der Bürgermeister. Darüber hinaus frage er sich, wie die Ausschreibungen von Aufträgen liefen. Gesetzlich sei die Stadt verpflichtet, größere Aufträge europaweit auszuschreiben. Zum einen sei dies aber ein bürokratischer Aufwand, der viel Zeit in Anspruch nähme, zum anderen würde man damit die Firmen vor Ort nicht fördern. "Was nutzt uns in Viersen eine französische Straßenbaufirma?", fragt Thönnessen. Schließlich müsse man definieren, was zum Beispiel im Bereich Straßenbau genau gefördert würde. So könnte man sich etwa fragen, ob die geplante innerstädtische Grünvernetzung auch darunter fiele. Fragen über Fragen, die die Verwaltung dennoch nicht davon abhält, Vorbereitungen zu treffen.

"Wir reißen alle Schubladen auf und gucken, welche geplanten Projekte wir möglichst schnell umsetzen könnten", sagt der Technnische Beigeordnete Gerd Zenses, der dem Bau- und Planungsausschuss im Februar eine Prioritätenliste vorlegen will.

Der Lückenschluss des Erschließungsrings hat für die CDU Priorität. Darüber hinaus könnten Klimaschutz-Sanierungen in den Schulen auf der Wunschliste stehen. Aber auch Projekte wie etwa die Spiellandschaft in Dülken könnten vorangebracht werden. Wichtig sei dabei, dass die Aufträge an Viersen Firmen vergeben werden.

Der Erschließungsring liegt auch der SPD am Herzen, weil damit die Verkehrsproblematik in der Südstadt gelöst werden könnte. Aber auch die Melcherstiege und der Kreisverkehr am alten Stadtbad gehören für die SPD auf die Wunschliste. Im Bereich Schulen gebe es eine Vielzahl von erhofften Sanierungen (Wärmedämmung), ebenfalls an den Sportanlagen.

Auch die FDP setzt auf den Erschließungsring. Schulen könne man energetisch sanieren, darüber hinaus warte die Turnhalle neben der Ostschule auf dringende Renovierungen.

Die Grünen wünschen sich Investitionen in den Bestand, nicht in große Straßenbauprojekte wie etwa den Erschließungsring. Vor allem sei der Blick auf Bildung und Klimaschutz zu richten. So könne man darüber nachdenken, die geplante Erdwärmeanlage an Stadthaus und Bibliothek voranzutreiben.

In erster Linie sollten Schulen instandgesetzt werden. Im Bereich Straßen sollten nicht neue gebaut, sondern zunächst vorhandene saniert werden.

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