Ulrich Broich leitet eine Prostata-Selbsthilfe-Gruppe.

Viersen. Ulrich Broich leitet die Prostata-Selbsthilfe-Gruppe in Viersen. Der 60-jährige Rheydter ist Mitveranstalter der 1. Viersener Prostata-Kampagne am Samstag, 24.Januar.

WZ: Herr Broich, wie kamen Sie auf die Idee zu dieser Kampagne?

Broich: Wir haben uns zu dieser Kampagne entschlossen, weil zu wenig Männer zur Vorsorge gehen und immer noch sehr viele an dieser Krankheit sterben.

Haben Sie Zahlen?

Broich: Eine Krankenkasse hat folgende Zahlen veröffentlicht: 43 Menschen sind im vergangenen Jahr im Raum Viersen gestorben. Eine andere Zahl: Nur 16 Prozent der Deutschen gehen zur Vorsorgeuntersuchung. Wir wollen wachrütteln.

Sie selbst sind kein Mediziner. Wie sind Sie zu diesem Thema gekommen?

Broich: Im Jahr 2000 wurde mir gesagt, dass ich Prostatakrebs habe. Das war bei einer Vorsorgeuntersuchung. Eigentlich war es da schon zu spät, aber ich habe mich operieren lassen. Und anschließend noch 37-mal bestrahlen lassen.

Wie geht es Ihnen heute?

Broich: Mir geht es eigentlich ganz gut. Aber man muss immer am Ball bleiben - ich werde immer noch behandelt.

Haben Sie einen grundsätzlichen Ratschlag an die Männer?

Broich: Man muss ein mündiger Patient sein, zur Früherkennung gehen, gegebenenfalls eine zweite Meinung einholen und dann entscheiden, was man macht.

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