Auch alte Ansichten Kempens lagerten in Köln.

Gerhard Rehm (57), Leiter des Kreisarchivs in der Kempener Burg, spricht von einer "Katastrophe".
Gerhard Rehm (57), Leiter des Kreisarchivs in der Kempener Burg, spricht von einer "Katastrophe".

Gerhard Rehm (57), Leiter des Kreisarchivs in der Kempener Burg, spricht von einer "Katastrophe".

Gerhard Rehm (57), Leiter des Kreisarchivs in der Kempener Burg, spricht von einer "Katastrophe".

Köln/Kreis Viersen. Der Einsturz des Kölner Stadt-Archivs zieht Kreise über die Domstadt hinaus. Denn auf 18 Regal-Kilometern sind Dokumente aus der 2000-jährigen Geschichte des Rheinlands weitgehend zerstört worden. Gerhard Rehm (57), Leiter des Kreisarchivs in der Kempener Burg, spricht von einer "Katastrophe".

Laut Rehm lagerten in Köln 65.000 Urkunden, darunter Schreinsbücher seit dem 12. Jahrhundert. Unter dem Schuttberg sei das Mittelalter-Gedächtnis des Rheinlands begraben, etwa Kempener Stadtansichten aus dem 16. Jahrhundert: "Unvorstellbar! Ich hoffe, dass im Keller die Fundamente gehalten haben und dass es jetzt nicht regnet. Ansonsten wird noch mehr zerstört."

Willich ist indirekt betroffen. Beispielsweise lagerten in Köln Dokumente, in denen Willicher Höfe erstmalig erwähnt werden, die Abgaben an Klöster und Stiftungen in Köln leisten mussten. Stadtarchivar Udo Holzenthal schränkt aber ein: "Alle Unterlagen, die uns direkt betreffen, liegen im Stadtarchiv, im Kreisarchiv oder im Hauptstaatsarchiv in Düsseldorf."

Wie viel vom Kölner Material gerettet werden kann, ist noch unklar. Gerhard Rehm sitzt schon in Hab-Acht-Stellung: "Durchaus möglich, dass wir unsere Werkstatt zur Verfügung stellen für die Rettung der Akten."

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