Im Stadtteil sind mehrere Frauen zu Raub-Opfern geworden. Unsere Redaktion sprach darüber mit der Polizei.

In Sekundenbruchteilen spielt sich der Handtaschenraub ab.
In Sekundenbruchteilen spielt sich der Handtaschenraub ab.

In Sekundenbruchteilen spielt sich der Handtaschenraub ab.

In Sekundenbruchteilen spielt sich der Handtaschenraub ab.

Kurt Keil, Bild 1 von 2

In Sekundenbruchteilen spielt sich der Handtaschenraub ab.

Dülken. Die ältere Frau kommt gerade vom Einkaufen, gut sichtbar baumelt die Handtasche in ihrer Seite. Die Passantin ist damit das perfekte Opfer. Unbemerkt nähert sich ihr der Mann auf dem Fahrrad. Er greift zu, ein kurzer, heftiger Ruck - und die Beraubte kann nur noch fassungslos ihrer Tasche hinterherschauen.

"Wir können nicht sagen, ob es sich um eine Serie handelt - aber es kann natürlich sein."

Antje Heymanns, Sprecherin der Polizei

So wie dieser Frau im Beispiel ist es in den vergangenen Tagen mehreren Dülkenerinnen ergangen. Die erste Meldung der Polizei betraf einen Fall, der sich am vergangenen Mittwoch an der Marktstraße abgespielt hatte. Opfer war eine 50-Jährige.

Später wurde bekannt, dass am selben Tag weitere Taten dieser Art passiert waren: ein Taschen-Raub und ein Taschen-Diebstahl. Am Samstag gab es einen weiteren Raub, und gestern Abend wurde wieder ein Fall gemeldet - mit einem 83-Jährigen Opfer.

Die Polizei will momentan eine Serie weder bestätigen noch dementieren. "Wir können einfach nicht sagen, ob es sich tatsächlich um eine Serie handelt - aber es kann natürlich sein", erklärte gestern Pressesprecherin Antje Heymanns. Ob es ein einzelner Mann - also ein Serien-Täter ist -, oder ob mehrere Täter unabhängig voneinander in Dülken ihr Unwesen treiben, ist unklar.

Zwar gibt es verschiedene Personenbeschreibungen, was gegen die Serie spricht. Aber: "Das kann auch an der Schock-Situation der Opfer liegen", sagt Heymanns. Das bedeutet: Nach einer gerade am eigenen Leib erlebten Straftat kann einem das Gedächtnis einen Streich spielen, und der Täter sieht möglicherweise anders aus, als bei der Polizei angegeben.

Deshalb hoffen die Ermittler, dass sich Zeugen melden. So fehlen bis jetzt die Aussagen der drei Frauen (eine Autofahrerin und zwei Passantinnen), die nach der jeweiligen Tat die Verfolgung aufgenommen hatten. "Es ist traurig, dass sich keiner gemeldet hat", so Antje Heymanns.

"Grundsätzlich ist vom Tragen einer Handtasche abzuraten."

Antje Heymanns gibt Sicherheits-Tipps

Die Polizistin hat Ratschläge für potenzielle Opfer: "Grundsätzlich ist vom Tragen einer Handtasche abzuraten, Wertgegenstände sind in Innentaschen oder Brustbeuteln besser aufgehoben." Wer aber nicht auf sie verzichten wolle, sollte die Riemen diagonal über den Körper legen, die Tasche unterm Arm festklemmen und sie nicht zur Straße hin tragen.

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