Wohnungen wurden durchsucht, es gab Festnahmen - ein Mann soll aus Deutschland sein, wahrscheinlich aus dem Kreis Viersen.

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In solchen Containern, hier ein Foto aus den Niederlanden, wurden die Hanfpflanzen gezüchtet.

In solchen Containern, hier ein Foto aus den Niederlanden, wurden die Hanfpflanzen gezüchtet.

Jungmann

In solchen Containern, hier ein Foto aus den Niederlanden, wurden die Hanfpflanzen gezüchtet.

Grenzland. Mit einem großen Erfolg können Drogenfahnder in den Niederlanden, Belgien und Deutschland aufwarten. Am Dienstag gelangen ihnen bei einer durchgeplanten Aktion sieben Festnahmen.

Dazu wurden 20 Wohnungen in den drei Ländern durchsucht. Federführend bei dieser Aktion, an der 70 Beamte beteiligt waren, ist die Staatsanwaltschaft Maastricht. Sie hat die international operierende Bande schon lange im Visier.

Die Verhaftungen sind das Ergebnis von Untersuchungen aus dem vergangenen Jahr. Als Köpfe der Bande sieht die niederländische Polizei einen 48-Jährigen aus Grevenbicht-Papenhoven und einen 43-Jährigen aus Geleen. Drei weitere Festgenommene stammen aus Sittard-Geleen, einer aus Echt. Einer soll aus Deutschland kommen, höchstwahrscheinlich aus dem Kreis Viersen.

Zu seinem Alter und Wohnort macht die niederländische Staatsanwaltschaft keine Angaben. Sie lobt aber ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit den Behörden in Tongeren/Genk in Belgien und im Kreis Viersen. Weitere Auskünfte sind nicht zu erhalten.

Einige Festgenommene stehen bereits in Krefeld vor Gericht

Die Bande hat sich wohl durch eine Firma in Kerkrade Überseecontainer mit hochmodernen Hanfzuchtanlagen ausstatten lassen. Im Laufe des Jahres 2009 hatte man schon 20 Hanfplantagen der Bande mit insgesamt etwa 10 000 Pflanzen hochgenommen, unter anderem auch im April in Bracht und Kempen.

Ob sich der Dank für die gute Zusammenarbeit auf diese Aktion bezieht, erklärt die Staatsanwaltschaft in Maastricht auch nicht. Die damals Festgenommenen stehen schon seit November in Krefeld vor dem Landgericht, weitere Prozesstage sind bis in den März hinein anberaumt.

Den Behörden geht es nicht nur um die Drogen, sondern auch um die damit verbundene Geldwäsche aus den Verkäufen. Sie gehen davon aus, dass die Haupttäter vor allem in Immobilien investiert haben und beschlagnahmten vorläufig Wohnungen, Fahrzeuge und Bargeld. Sollte sich ein Zusammenhang mit den Drogengeschäften nachweisen lassen, würden diese Dinge dauerhaft eingezogen.

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