Ausstellung: Bei der US-Car & Bike-Show in Grefrath ging es um Träume mit viel PS und Heckflossen.

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Viel zu sehen gab es für Autofans in Grefrath. Applaus bekam auch diese knallgelbe Corvette.

Viel zu sehen gab es für Autofans in Grefrath. Applaus bekam auch diese knallgelbe Corvette.

Kurt Lübke

Viel zu sehen gab es für Autofans in Grefrath. Applaus bekam auch diese knallgelbe Corvette.

Grefrath. Und ewig lockt der Lack: Tausende Fans US-amerikanischer Automobile und Motorräder sind am Wochenende zur US-Car & Bike-Show zum Gelände des Grefrather Eissportzentrums gepilgert. Unter dem Motto "Wild Wild West" traf sich die Szene zum Plausch und Austausch.

"Das sind noch richtige Autos, die kannst du selbst reparieren. Außerdem sind Oldtimer in der Unterhaltung billiger", sagt Sebastian, der betont lässig an einem 82er Chevrolet Caprice Station lehnt. Für den 29-jährigen gehört das richtige Automobil zur Lebenseinstellung des Rock’n’Roll.

Promi-Hintergrund hat Andreas Dreßens rot-schwarzer 71er Ford Mustang: "Der erste Besitzer hieß Howard Carpendale. Der saß von 1971 bis 1974 hinter diesem Steuer", erzählt der Siegener. Lebensgefährtin Ursula Thewissen, ein großer Howie-Fan, entschied beim Kauf natürlich mit.

"Die kräftige Maschine, der Sound, das Basteln..."

Andreas Dreßen schwärmt von seinem 71er Mustang

Doch für Andreas Dreßen zählen andere Dinge: "Die kräftige Maschine, der Sound, das Basteln..." Anhänger ist auch Titus Dittmann, der "Vater der deutschen Skateboardszene". Er präsentierte seinen brandneuen 540PS-Mustang sowie eine giftgrüne Viper, mit der sein Sohn Julius und er schon am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teilgenommen haben.

Die Besonderheit: Die Viper (acht Liter Hubraum, zehn Zylinder) fährt mit Gas. Dittmann, dessen Lebensmotto "Beschleunigung" heißt, erzählte, mit Skatermütze, blauem Shirt und Jeans bekleidet, von seinem Schrauber-Hobby.

Ladefläche für gekühltes Flaschenbier

35 Aussteller luden bei der US-Car & Bike-Show zum Bummeln ein. Drei Live-Bands brachten Rock- und Countrystimmung nach Grefrath, ebenso der western-typische "Line Dance".

Günther Zaluskowski von der "Niederrhein Werbung" stellte das Treffen auf die Beine.

"Einfach schön" findet eine Duisburgerin US-Cars; sie schaute sich in Grefrath um und wollte bis zu 10 000 Euro in ein Auto investieren. Pick-Up-Besitzer "Lou" Meurers aus Mönchengladbach lernt auf solchen Treffen "viele neue Leute" kennen und setzt auf den Spaßfaktor. Praktisch ist so eine Pick-Up-Ladefläche allemal: Sie ist der Lagerraum für gekühltes Flaschenbier.

Auffallen wollen viele, andere sind einfach nur Technikfans. Und spätestens, wenn sich durch den brachialen Sound eines V8-Motors die Nackenhaare aufrichten, ist alles andere übertönt und vergessen. Wen kümmern Spritpreise und fehlende Parkplätze - was zählt, ist die Faszination.

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