Auf den geplanten Einsatz von Herbizid verzichtet die Stadt.

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Die Stadt prüft, ob und wie das Wildgehege und die Städtische Galerie im Park aufrecht erhalten bleiben und gleichzeitig Kosten gespart werden können.

Die Stadt prüft, ob und wie das Wildgehege und die Städtische Galerie im Park aufrecht erhalten bleiben und gleichzeitig Kosten gespart werden können.

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Die Stadt prüft, ob und wie das Wildgehege und die Städtische Galerie im Park aufrecht erhalten bleiben und gleichzeitig Kosten gespart werden können.

Viersen. Sparen lautet die Devise, die Kämmerer Rolf Corsten mehr denn je ausgegeben hat, nachdem er den Haushaltsplanentwurf mit einem Defizit von 30 Millionen Euro zu Beginn des Jahres vorgelegt hatte. Dass diese Aufforderung ans Eingemachte gehen kann, haben die vergangenen Wochen gezeigt, in denen der Entwurf und ein Sparkonzept der Verwaltung in den Fachausschüssen beraten wurden.

Wird es künftig andere Tiere im Wildgehege geben?

Im Haupt- und Finanzausschuss standen die Empfehlungen jetzt noch einmal auf dem Prüfstand. Zurückgezogen hat die Verwaltung den Vorschlag, künftig Herbizide an Wegesrändern einzusetzen, um so Personal einzusparen. "In Anbetracht der Tatsache, dass wir als Kommune so etwas wie eine Vorbildfunktion haben, verzichten wir auf den Herbizideinsatz", begründete Bürgermeister Günter Thönnessen den Entschluss.

Stattdessen wolle man prüfen, ob die Kosten über die Bürgerarbeit reduziert werden können. Der Herbizideinsatz war einer von zahlreichen Einsparvorschlägen im Bereich der Städtischen Betriebe. Hinter der Zukunft des ebenfalls auf dieser Liste genannten Wildgeheges steht weiterhin ein Fragezeichen.

Die Verwaltung prüfe derzeit, wie man Kosten sparen und gleichzeitig das Gehege aufrecht erhalten könne, sagte Thönnessen. So könne man sich vorstellen, den Wildbestand zu verändern und sich auf Tierarten zu spezialisieren, deren Haltung weniger aufwändig ist. Bei einer Aufgabe des Geheges hätten jährlich 26.300 Euro eingespart werden können.

Ungewiss bleibt die Zukunft der Städtischen Galerie im Park, für die die Stadt jährlich etwa 150.000 Euro ausgibt. Dass die Galerie für die Stadt wertvoll ist, sei offensichtlich, betonte Thönnessen. Allerdings müsse man fragen, wie man sie weiterführen könne. Und da habe die Verwaltung keine Präferenz, betonte er und widersprach der Behauptung, dass man den Verkauf oder die Verpachtung an einen Galeristen bevorzuge. Im April soll es weitere Gespräche geben.

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