Die Ideen für die weitere Zukunft sind vielfältig. Bürgermeister spricht Klartext.

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Wie soll das Gelände des Flughafens künftig genutzt werden? Angebote rund um den Pferdesport könnte es geben, sagt ein Reitstallbesitzer aus Venekoten.

Wie soll das Gelände des Flughafens künftig genutzt werden? Angebote rund um den Pferdesport könnte es geben, sagt ein Reitstallbesitzer aus Venekoten.

Wie soll das Gelände des Flughafens künftig genutzt werden? Angebote rund um den Pferdesport könnte es geben, sagt ein Reitstallbesitzer aus Venekoten.

Elmpt. Der Verein "Pro Flughafen Elmpt" bleibt aktiv. Mit der Entwicklung von Ideen für eine mögliche Folgenutzung des Geländes wolle man sich im Gespräch halten, erklärt der Vorsitzende Heinz Dohmann. Zur jüngsten Versammlung hatte er Menschen mit Ideen eingeladen, dazu Bürgermeister Herbert Winzen. "Wir wollen uns auch weiterhin um eine sinnvolle Nutzung bemühen", sagt Dohmann.

Die Kent-School in Waldniel sei das Beispiel, wie man es nicht machen solle. "Hier wurde zu lange gewartet." Er denkt am ehesten an einen Country-Club mit Schwimmbad, der neuen Turnhalle, einem Trainingsplatz für Hunde und "vor allem dem Golf-Club". Den solle man unbedingt erhalten.

"Ich sage es jetzt zum letzten Mal: Eine fliegerische Nutzung wird es hier nicht geben."

Herbert Winzen, Bürgermeister

"Die fliegerische Nutzung ist dabei immer noch möglich." Da hält Bürgermeister Herbert Winzen entschieden dagegen: "Ich sage es jetzt zum letzten Mal: Eine fliegerische Nutzung wird es hier nicht mehr geben", erklärt er einigermaßen aufgebracht. Er bekomme pro Woche etwa zwei Vorschläge für eine Folgenutzung. "Da waren Ideen für eine Autorennstrecke, eine Forellen-Zucht oder riesige Unter-Glas-Anbauflächen für Gemüsezucht."

Er nehme das alles nur zur Kenntnis, denn es sei zu früh, um darauf einzugehen. Problematisch sei vor allem die Bodenbelastung. "Da schwimmt breitflächig Kerosin auf dem Grundwasser." Ausgelöst sei dies durch eine leckgeschlagene Kerosinleitung. "Und dieses Problem ist Sache der Bundes-Immobilienverwaltung als Eigentümer, der Engländer als Verursacher und des Kreises als Umweltbehörde." Er sei da nur Zuschauer.

Nichtsdestotrotz: Die Ideen, die die Mitglieder und Gäste des Vereins mitbrachten, sind vielfältig. Planer Karl-Heinz Gaudlitz könnte sich ein Feriendorf vorstellen, ausgehend von der vorhandenen Bebauung. "Aber keinen Center-Parc, sondern etwas, was die Kultur fördert." Er spricht von einer französischen, vielleicht einer mexikanischen Straße. Diese sollen jeweils landestypisch gestaltet werden, dazu stellt er sich die passende Gastronomie vor. "So könnte man mit drei oder vier Straßen beginnen und später erweitern."

Deutschland als Urlaubsland sei nicht zuletzt wegen der Bezahlbarkeit gefragt. In eine andere Richtung denkt Werner Mandel, Gründungsmitglied von Pro Flughafen. Er hat in Frankreich einen "Air-Park" realisiert - ein großzügiges Areal für Menschen auf der Suche nach einem luxuriösen Zweitwohnsitz. Und mit kleiner Landebahn für die Privatmaschinen. Fluglärm gäbe es dort nicht, das ist kein Flugplatz sondern ein "Sonder-Landeplatz".

Er schwärmt von einem nebenan entstandenen Gewerbegebiet, Aufträgen für Handwerker und Landschaftsgärtner. Alles sei ausgelöst durch den Air-Park. "Aber wer dorthin zieht, möchte willkommen sein." Deswegen sei es undenkbar, das Projekt ohne breite politische Mehrheit durchzuziehen. Der "Neidfaktor" spiele bei vielen Menschen eine so große Rolle, dass sie nicht zustimmen möchten.

Dirk Linden, Reitstallbesitzer aus Venekoten, bringt Ideen rund um den Pferdesport ein. Er hat festgestellt: "Die Leute wollen gehobene Freizeitangebote". Die könne es auf dem Areal allemal geben.

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