Die Disco in der Festhalle kam gut an – ebenso der neue Ruheraum.

jugendliche
Ruhe fanden die Disco-Besucher im „Snoezelraum“.

Ruhe fanden die Disco-Besucher im „Snoezelraum“.

Ahlen

Ruhe fanden die Disco-Besucher im „Snoezelraum“.

Viersen. Die Bässe wummern durch die Viersener Festhalle, mehr als 1100 Kinder und Jugendliche zappeln und hopsen zur Musik. Die „Young Life Disco“ am Samstagabend läuft – unter neuem Namen, aber einmal mehr erfolgreich.

Zum Konzept gehört es, mit Kooperationspartnern ein zusätzliches Angebot zu machen. Das war in der Vergangenheit etwa die Möglichkeit, per Spezialbrille einen Alkoholrausch zu simulieren und zu versuchen, in diesem Zustand mit „Bobbycars“ einen Parcours zu durchfahren.

Zelt mit Kissen und schummriger Beleuchtung

Diesmal präsentiert das Café Kö einen „Snoezelraum“. Die Wortschöpfung stammt aus dem Niederländischen, wurde dort Ende der 70er von zwei Zivildienstleistenden aus den Worten „snuffelen“ (schnuppern) und „doezelen“ (dösen) gebildet.

In solchen Räumen geht es um Entspannung und Verbesserung der sensitiven Wahrnehmung – durch Düfte, verschiedene Lichtquellen wie Projektoren, deren Bilder zum Träumen anregen. „Wir wollten bewusst einen Gegenpol setzen zur lauten Musik“, sagt Sindy Sklorz vom Kö-Team. „Hier kann man sich ausruhen.

Das Zelt, in dem viele Kissen liegen, ist mit bunten Lichterketten schummrig beleuchtet. Zwei Jungen sitzen an die Wand gelehnt, jeweils ein Kissen auf dem Schoß, und schreiben auf ihren Handys Textnachrichten. Die Jüngeren liefern sich zwischendurch auch mal eine kleine Kissenschlacht.

„Insgesamt etwa 200 Leute waren schon hier“, schätzt Sindy gegen 21 Uhr, zwei Stunden nach Disco-Beginn. „Mal nur zwei oder drei, mal aber auch fast 20.“ Lars Schaath von der Veranstaltungsleitung – das ist der Fachbereich Jugend und Familie der Stadt Viersen – ist zufrieden.

Neben dem Kö konnte die Stadt noch das Hubert-Vootz-Haus und Schüler der Diergardt-Schule gewinnen – sie kümmern sich an diesem Abend gemeinsam ums Catering. Der 13-Jährige Marcel aus Viersen ist begeistert vom gesamten Angebot. „Coole Musik“, brüllt er neben einer Box seinem Kumpel ins Ohr. „Los, lass mal da in dieses Snutzel-Dings gehen.“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer