Auf ein erfolgreiches Jahr blickt die Familienberatung zurück. 92 Prozent der Eltern mit Neugeborenen nutzen das Angebot.

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Die Familienberaterinnen haben 515 Neugeborene in Viersen besucht.

Die Familienberaterinnen haben 515 Neugeborene in Viersen besucht.

Die Familienberaterinnen haben 515 Neugeborene in Viersen besucht.

Viersen. 558 Familien mit Neugeborenen hat die Familienberatung Viersen im vergangenen Jahr angeschrieben. 515 wurden im Anschluss von den Familienberaterinnen Rita Brasseler und Janine Koch besucht - mit einem umfangreichen Begrüßungspaket und vielen Informationen rund um das Thema Familie. Lediglich acht Prozent der Eltern mit Neugeborenen erreichte das Angebot der Familienberatung damit nicht.

Auch Versorgungslücken werden geschlossen

"Das System beginnt zu arbeiten. War es im ersten Jahr eine reine Geh-hin-Struktur, so kommen jetzt Rückfragen und die Netzwerkarbeit läuft", freut sich Jugenddezernent Paul Schrömbges.

Dabei handele es sich um ein Angebot der Betreuung und Fürsorge, keinesfalls um Aufsicht und Kontrolle. Man schicke keine Fräuleins vom Amt zwecks Kontrolle raus, sondern biete ein offenes und ehrliches Hilfsangebot an, das jeder jederzeit nach Bedarf nutzen könne, fügte er an.

Die beiden Familienberaterinnen stellten dabei fest, dass, je länger die Besuche laufen, auch die Nachfrage in der Nachbetreuung steigt. Eltern melden sich bei Fragen und Problemen und suchen den Rat beziehungsweise nehmen Angebote an.

Auch Koch und Brasseler lernen aus den Besuchen. So konnten sie schon einige Bedürfnisse ermitteln und Versorgungslücken schließen. Ein Beispiel dafür ist der fehlende Babytreff in Süchteln. Über den Kinderschutzbund werden jetzt offene Babytreffs sowohl in Süchteln als auch in Alt-Viersen angeboten.

Wie gut das Angebot ankommt, macht die Viersener Familie Kliver deutlich. "Als wir das Schreiben bekamen, das den Besuch ankündigte, waren wir zuerst erschrocken. Wir dachten, was will eine Familienberaterin bei uns", erzählt Torsten Kliver.

Zusammen mit Ehefrau Annette hat er drei Kinder, wobei das Jüngste zehn Monate alt ist. Ein erster Anruf bei Brasseler nahm die Angst, wobei der eigentliche Besuch Vertrauen aufbaute. Hierbei stellte sich heraus, dass die Klivers einige Angebote gar nicht kannten. "Wir wussten nichts über die Familienfreizeitangebote und auch der Viersen- Pass war uns neu", erinnert sich Torsten Kliver. Auch nach dem Erstbesuch kommt das Ehepaar gerne auf die Familienberatung zurück.

"Leider besteht immer noch die Meinung, was will denn das Jugendamt von uns. Dabei bieten wir Dienstleistungen an, die bei Bedarf abgerufen werden können", erklärt Janine Koch.

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