Bei der Diakonie hat sich der Elternführerschein etabliert. Bereits 336 Teilnehmer gab es.

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Christiane Huhs-Steiner, Jürgen Steckel, Karin Haberland und Annegret Klein-Heßling (v.l.) freuen sich , dass es die Kurse seit zehn Jahren gibt.

Christiane Huhs-Steiner, Jürgen Steckel, Karin Haberland und Annegret Klein-Heßling (v.l.) freuen sich , dass es die Kurse seit zehn Jahren gibt.

Knappe

Christiane Huhs-Steiner, Jürgen Steckel, Karin Haberland und Annegret Klein-Heßling (v.l.) freuen sich , dass es die Kurse seit zehn Jahren gibt.

Viersen. Will man Auto fahren, ist ein Führerschein selbstverständlich. Dass auch Eltern einen solchen Führerschein machen können, ist jedoch eher weniger bekannt. Dabei hat doch schon Immanuel Kant im frühen 18. Jahrhundert erkannt: "Die Erziehung ist das größte und schwierigste Problem, was dem Menschen aufgegeben werden kann."

Manchmal sind Eltern mit dem Verhalten der Kinder überfordert

Erziehung macht Spaß, entgegnen die Kursleiter Jürgen Steckel (Psychotherapeut) und Annegret Klein-Heßling (Psychologin) dem Philosophen. Seit einem Jahrzehnt bietet die Diakonie Krefeld/Viersen Kurse für Eltern an, die bei der Bewältigung von Erziehungsproblemen helfen.

So berichtete die Mutter eines 15-Jährigen, dass dieser sich am Morgen völlig anders verhalte, als am Mittag, wenn er aus der Schule kommt.

Innerhalb dieser zehn Jahre hat sich das Angebot gut etabliert. Für alles müsse man heute in Deutschland einen "Schein" machen, so die beiden Kursleiter, jedoch nicht für die Erziehung der Kinder. Wie man erzieht, hat jeder von uns in die Wiege gelegt bekommen - das sei eine irrige Annahme.

Bereits im Kindergarten kommt es zu verbalen und körperlichen Attacken - auch gegen Erzieherinnen.

Gewalt ist ein Zeichen von Orientierungslosigkeit

Es haben 23 Kurse 336 Eltern teil - überwiegend Mütter. Die Teilnehmer hatten 720 Kinder. Die Eltern waren zwischen 20 und 56 Jahre alt. Die Teilnahme am Kurs ist freiwillig und kostenfrei.

Ein neuer Kurs beginnt am 13. Januar um 19.00 Uhr in Süchteln im Theodor-Graver-Haus.

Infos gibt es unter der Rufnummer 02162/15030 bei der Diakonie in Viersen.

Die Ursachen von Gewalt sind vielschichtig, sie ist jedoch auch stets ein Zeichen von Orientierungslosigkeit, meinen Steckel und Klein-Heßling.

Eltern seien auf ihre Rolle als Erzieher meist nur wenig vorbereitet. Ziele des Erziehungsführerscheins sind unter anderem die Sensibilisierung der Eltern in Erziehungsfragen und die deutlichere Wahrnehmung von Gefühlen und Bedürfnissen der Kinder.

Ebenso erfahren die Eltern, dass Erziehung ein fortlaufender Prozess ist oder dass man die Dialogbereitschaft mit seinen Kindern fördern muss. Im "Führerscheinkurs" wird den Eltern zudem ihre Vorbildfunktion verdeutlicht.

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