Astrid-Lindgren-Schule muss Schüler abweisen. Ganztagsbetreuung an der Agnes-van-Brakel-Schule.

Vor zwei Wochen hatten die Schüler der Hauptschule Süd Bürgermeister Günter Thönnessen Unterschriften gegen die Schließung übergeben.
Vor zwei Wochen hatten die Schüler der Hauptschule Süd Bürgermeister Günter Thönnessen Unterschriften gegen die Schließung übergeben.

Vor zwei Wochen hatten die Schüler der Hauptschule Süd Bürgermeister Günter Thönnessen Unterschriften gegen die Schließung übergeben.

Vor zwei Wochen hatten die Schüler der Hauptschule Süd Bürgermeister Günter Thönnessen Unterschriften gegen die Schließung übergeben.

Viersen. Es bleibt dabei: Die Hauptschule Süd muss schließen. Das hat der Stadtrat nun endgültig beschlossen. Schüler, Eltern und Lehrer der einzigen Hauptschule in Alt-Viersen saßen still auf den Zuschauerrängen des Sitzungssaals, als Bürgermeister Günter Thönnessen die Beschlussfassung vorlas: "Der Rat beschließt die sofortige Auflösung der Hauptschule Süd zum 31. Juli 2009."

"Es ist der beste Weg für die Schüler, so hart er auch ist."

Michael Aach, CDU

Zuvor hatten alle Fraktionen bereits im Schulausschuss betont, sich des schwerwiegenden Einschnitts bewusst zu sein. Gleichzeitig waren sich die Politiker einig, dass es "der beste Weg für die Schüler ist, so hart er auch ist", wie es etwa Michael Aach (CDU) formulierte. Wichtig sei ein langfristiger Bildungsgang ohne Auflösungserscheinungen, die eine Weiterführung der Hauptschule mit sich gebracht hätte, sagte Jörg Dickmanns (SPD).

Hans-Willi Pertenbreiter (FürVie) blickte weiter in die Zukunft und forderte eine zweite Gesamtschule. "Hauptschulen müssen in andere Schulen integriert werden." FürVie findet es nicht richtig, dass jetzt etwa in der Süchtelner Hauptschule große Klassen gebildet werden müssen.

In den kommenden Wochen wird sich die Schulverwaltung darum kümmern müssen, wie die Schüler aufgeteilt werden. "Es werden baldigst Gespräche mit den Eltern und den Schulleitern der aufnehmenden Schulen geführt", sagte Thönnessen.

Albert-Schweitzer- und Agnes-van-Brakel-Schule

Die Verlagerung der Offenen Ganztagsschul-Betreuungsgruppe der Albert-Schweitzer-Schule an die Agnes-van-Brakel-Schule in Helena-brunn und die damit verbundene Umwandlung der Schule in eine Offene Ganztagsgrundschule (OGS) zum kommenden Schuljahr beschlossen die Politiker zwar einstimmig, allerdings verbunden mit einem Auftrag an die Verwaltung.

Maria Dittrich (Grüne) gab im Schulausschuss zu bedenken, dass der Weg nach Hamm drei Kilometer betrage, viele Eltern ihre Kinder aber nachmittags nicht abholen könnten. Deshalb müsse die Stadt tätig werden und einen entsprechenden Fahrdienst anbieten.

Das Problem: Die Stadt ist rechtlich nicht verpflichtet, für das Nachhausekommen der Schüler nach einer Offenen Ganztagsbetreuung zu sorgen. Jochen Häntsch (SPD) betonte, dass es sehr wohl eine Verpflichtung sei, Mittel bereitzustellen, damit "Schüler in den Genuss des Ganztagsunterrichts kommen". Die Verwaltung will nach Lösungen suchen.

Astrid-Lindgren-Schule muss Schüler abweisen

Von unterschiedlichen Ausgangzahlen abgesehen, steht fest, dass die Astrid-Lindgren-Schule Schüler abweisen muss. Dabei hatte der Schulausschuss in seiner vergangenen Sitzung einen Bürgerantrag zurückgewiesen, nachdem die Grundschule dreizügig werden sollte.

"Wir sind nicht davon ausgegangen, dass 28 Schüler nicht aufgenommen werden können", sagte Michael Aach. "Mittel und Wege müssen gefunden werden, damit diese Kinder zur Astrid-Lindgren-Schule gehen können."

Laut Verwaltung dagegen können 16 Kinder nicht aufgenommen werden. "Die Astrid-Lindgren-Schule ist zweizügig", betonte der Beigeordnete Paul Schrömbges. Man sehe keine Möglichkeit, das Problem zu lösen.

Schulentwicklungsplan wird noch in diesem Jahr erstellt

Noch in diesem Jahr soll ein neuer Schulentwicklungsplan für alle städtischen Schulen erstellt werden, damit die Verwaltung eine bessere Planungsgrundlage hat. Eigentlich war der Plan für 2010 vorgesehen. Die aktuellen Veränderungen in der Schullandschaft und die vom derzeitigen Schulentwicklungsplan abweichenden Anmeldezahlen machten die jetzige Fortschreibung notwendig.

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