Weiße Pracht: Keine Unfälle durch Schnee und Eis, lautet die Bilanz der Polizei. Da kann man sich über das Winterwetter richtig freuen.

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Für traumhafte Bilder sorgte der Wintereinbruch: Fast wie der Schwarzwald präsentiert sich das Grenzland.

Für traumhafte Bilder sorgte der Wintereinbruch: Fast wie der Schwarzwald präsentiert sich das Grenzland.

Ahlen

Für traumhafte Bilder sorgte der Wintereinbruch: Fast wie der Schwarzwald präsentiert sich das Grenzland.

Kreis Viersen. Sonntag, kurz nach 1 Uhr in der Nacht. Von Westen her zieht die weiße Pracht in den Kreis Viersen hinein. Zuerst beginnt es in Elmpt zu schneien - dicke Flocken fallen und hüllen schon nach wenigen Minuten die Bäume in ein weißes Kleid. Die meisten Menschen im Kreis schlafen. Sie werden erst am Morgen feststellen, wie schön es ist.

Und das an einem Sonntag. Wer nicht fahren muss, lässt das Auto stehen. Auf den Straßen ist es auffallend ruhig. Überall rüsten sich die Paare und Familien zu einem Spaziergang im Schnee. Die Schlitten werden ausgepackt. Übermütig tollen die Vierbeiner durch den Schnee.

Wer doch ins Auto steigen muss, fährt vorsichtig. Auf den Hauptstraßen haben die Winterdienste der Gemeinden und des Kreises gut vorgesorgt, wer langsam fährt, hat kein Problem. Zu viel Mut ist allerdings nicht angesagt. Auf den Seen im Kreisgebiet liegt teilweise eine dicke Schneedecke. An anderen Stellen, vor allem unter Brücken, ist aber das Wasser noch offen. "Ich habe es gerade an einer Stelle einmal versucht", erzählt ein Vater am Kaiserweiher in Schwalmtal. "Aber es kracht noch sehr." Er stellt sich lieber mit anderen Eltern ans Ufer und passt auf, dass die Kinder mit ihren Schlitten nicht zu weit rodeln. Das Gras unter der Schneedecke ist hoch - und bremst die rasende Fahrt ein bisschen. Die einzige Stelle, wo man richtig "Schuss" fahren könnte, ist der Spazierweg, aber den hat die Gemeinde - eigentlich vorbildlich - schon geräumt. Die Kinder ärgern sich trotzdem. Es gibt halt die speziellen Rodelstrecken im Kreis wie den Ransberg in Dülken und die Süchtelner Höhen. Aber auch der Waldnieler Kaiserpark gehört normalerweise dazu.

Bei allen Spaziergängern stehen Genuss und Vernunft im Vordergrund. Die Feuerwehr muss kein einziges Mal zu einer Eisrettung ausrücken, auch für die Polizei bleibt es ein auffallend ruhiger Sonntag.

So macht das Winterwetter Spaß. Und es bleibt dem Kreis noch eine Weile erhalten. Die Prognosen rechnen mit Dauerfrost noch die ganze Woche. Schnee soll dann erst wieder - arbeitnehmerfreundlich - am Wochenende fallen. Und dann sieht es sicher mit der Tragfähigkeit der Seen im Kreis schon ganz anders aus als am Sonntag.

Für Teile des Kreises ist übrigens für Montag Nebel mit Reifglätte angesagt. Die Vorsicht sollte also weiterhin in jedem Fall mitfahren.

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