Olga und Uli Lennartz aus Dülken sammeln Geld und lösen Probleme vor Ort.

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Für eine spezielle Therapie bei Knochentuberkulose sollen noch mehrere solcher Badewannen angeschafft werden.

Für eine spezielle Therapie bei Knochentuberkulose sollen noch mehrere solcher Badewannen angeschafft werden.

privat

Für eine spezielle Therapie bei Knochentuberkulose sollen noch mehrere solcher Badewannen angeschafft werden.

Dülken. Seit zehn Jahren gibt es die "Krim-Engel" in Dülken: Olga und Uli Lennartz, von Beruf Hausmeister des Berufskollegs in Dülken, sammeln seit dem Jahre 2000 Sach- und Geldspenden für ein Kinderkrankenhaus in Bobrovka auf der Halbinsel.

Sie führten bereits mehrere Hilfstransporte dorthin durch und sahen sich auch immer wieder persönlich vor Ort um, um zahlreiche Probleme zu lösen.

Sechsjähriger Rechtsstreit beendet

Einen Erfolg besonderer Art konnten sie jetzt im zehnten Jahr ihrer ehrenamtlichen Hilfe verbuchen: In letzter Instanz vor einem Gericht in Simferopol gewann das Kinderkrankenhaus einen sechs Jahre dauernden Rechtsstreit mit dem Betreiber eines Hotels auf dem Krankenhausgelände, der - obwohl längst als Mieter gekündigt - das Areal nicht frei geben wollte.

Jetzt wird in Bobrovka ein wichtiges Gebäude frei, in dem die "Krim-Engel" eine Schule für Kinder in der Rehabilitation einrichten wollen. Im Oktober fliegt die ganze Familie Lennartz zur Krim, um alles zu regeln. Bis dahin sammeln sie Geld: Rund 4000 Euro reichen, um das Gebäude so instand zu setzen, dass die Zwei-Klassen-Schule dort eingerichtet werden kann. 60 Kinder mit durch die Knochentuberkulose verursachten körperlichen Einschränkungen könnten dann dort unterrichtet werden.

Aus Spendenmitteln beschaffen die "Krim-Engel" vom Niederrhein noch Badewannen für eine Wassertherapie, die die Kinder benötigen. Eine komplette Waschküche war zuletzt bereits im Kinderkrankenhaus eingerichtet worden. Der Chefarzt Dr.Oleg Martynyuk freut sich über die Hilfe aus Deutschland, hilft sie ihm doch bei der Bewältigung der riesigen finanziellen Probleme seines Kinderkrankenhauses. Das machte er bei seinem letzten Besuch am Niederrhein deutlich.

Ein Hilfstransport zur Krim ist in diesem Jahr nicht mehr geplant, er könnte aber eventuell wieder 2011 organisiert werden, sagt Olga Lennartz. Sie ist dankbar, dass viele Menschen im Kreis Viersen spenden und damit den Kindern helfen.

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