Ein 22-Jähriger war rasend schnell unterwegs – selbst für die Polizei kein alltäglicher Fall.

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Mit einer solchen Laser-Pistole stand die Polizei an der Waldnieler Straße.

Mit einer solchen Laser-Pistole stand die Polizei an der Waldnieler Straße.

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Mit einer solchen Laser-Pistole stand die Polizei an der Waldnieler Straße.

Dülken. Klaus Klein bekommt als Leiter des Verkehrsdienstes der Viersener Kreispolizeibehörde sicherlich viel zu sehen und zu hören, was sich so auf Viersens Straßen abspielt. Aber dieser Fall gehört auch für ihn in die Kategorie "selten": Ein BMW wurde von Kleins Kollegen mit deutlich über hundert Stundenkilometern auf der Waldnieler Straße zwischen Schwalmtal und Dülken erwischt - und zwar in einer geschlossenen Ortschaft.

Genau 111Kilometer pro Stunde stellten die Beamten fest, die mit einem Laser-Messgerät (Reichweite: tausend Meter) am Mittwoch zwischen 13 und 14Uhr an der Strecke standen.

"Im Kopf des Fahrers hätte etwas klingeln müssen."

Klaus Klein, Verkehrsdienst-Leiter, wundert sich

"Selbst wenn er das Ortsschild nicht gesehen haben sollte, hätte aufgrund der Bebauung entlang der Straße etwas in seinem Kopf klingeln müssen", wundert sich Klein über die Rekord-Geschwindigkeitsübertretung an diesem Tag und spricht von einer "immensen Gefährlichkeit".

Da es bei der Laser-Messung keine Dokumentation der Fahrweise durch Ton oder Bild gibt, werden die jeweiligen Fahrzeuge direkt von der Polizei angehalten, so auch der BMW des jungen Düreners in der 50er-Zone. "Das muss ich dann wohl so annehmen", soll der Mann nach der Belehrung durch die Beamten gesagt haben.

Der BMW-Fahrer war zwar der Spitzenreiter, aber nicht der einzige von der Polizei ermittelte Raser: "Sechs Personen waren mehr als 20 Stundenkilometer zu schnell, zwei mehr als 40", erzählt der Verkehrsdienst-Leiter - darunter eben auch der Dürener.

Die beiden Raser, die innerorts mehr als 40 Stundenkilometer zu schnell waren, erwartet laut Polizei ein zweimonatiges Fahrverbot.

Außerdem gibt es für sie je vier Punkte in Flensburg.

Jeweils 280 Euro werden als Geldbuße für die Geschwindigkeitsübertretung fällig.

Die beiden Schnellsten des Tages müssen wohl demnächst eine Zeit lang auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen.

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