In Dülken ist eine Aufbruchstimmung zu beobachten.

wza_1500x1023_513424.jpeg
Der Bereich Melcherstiege auf einer älteren Luftaufnahme: Auf jeden Fall soll sie eine „grüne Lunge“ bleiben.

Der Bereich Melcherstiege auf einer älteren Luftaufnahme: Auf jeden Fall soll sie eine „grüne Lunge“ bleiben.

Archiv

Der Bereich Melcherstiege auf einer älteren Luftaufnahme: Auf jeden Fall soll sie eine „grüne Lunge“ bleiben.

Dülken. Gut Ding will Weile haben, sagt ein altes Sprichwort. Fast auf den Tag genau sind seit dem Beschluss zu einem Workshop-Verfahren für die Dülkener Melcherstiege und einer Informationsveranstaltung, die nun in der Ostschule stattfand, vier Jahre vergangen. Doch die Stadt sieht sich auf dem richtigen und erfolgreichen Weg, so Walter Jenniches von der Verwaltung.

Groß war das Interesse an der rund 90-minütigen Informationsveranstaltung, die von der Professorin Christa Reiche von der Universität Dortmund moderiert wurde. Im März hatte der Bau-und Planungsausschuss die Rahmenplanung beschlossen.

Nun bewegt sich was: Die Melcherstige soll zentraler Busumsteigepunkt (die WZ berichtete), grüne Mitte von Dülken und Anbindung an die Geschäftszone der Lange Straße und der Dülkener Altstadt werden.

Kritische Frage nach einem Investor

Die Resonanz der Bürger war überwiegend positiv, auch wenn es einige kritische Stimmen gab, die beispielsweise meinten: "Welcher Investor kommt schon nach Dülken?" Auch wurden Zweifel am Sanierungswillen artikuliert. Insgesamt jedoch ist in Dülken eine Aufbruchstimmung erkennbar. Und die Stadt hofft auf einen Dominoeffekt, wie es Walter Jenniches formulierte.

Von einem "schönen kleinen Stadtpark Melcherstige" war die Rede. Sie bleibt eine grüne Lunge im Herzen von Dülken, denn mehr als die Hälfte der Fläche soll nicht angetastet werden. Der Busumsteigebereich wird zunächst in Angriff genommen.

Diese Arbeiten sollen im nächsten Jahr erledigt sein. Die bisherigen zwei Haltestellen Mariensäule und Venloer Straße werden auf der Melcherstiege zusammengefasst. Die Melcherstiege soll aber weiterhin Parkplätze für den Innenstadtbereich bereithalten.

Die Bodendenkmalpflege untersucht derzeit den Bereich der Lange Straße 34/36. Dort wurden Häuser für Neubauten abgerissen. Kleine Stadthäuser, aber auch ein dreigeschossiges Gebäude sind möglich. Doch auch an anderen Stellen tut sich was. Erinnert sei an die Sanierung des alten Amtsgerichtes oder des Mosterzhauses.

Im Anschluss an die Wohnbebauung Gasstraße, Bückler- und Venloer Straße (ehemaliges Hallenbad) sind zusätzliche Baumöglichkeiten in Form von zwei-bis dreigeschossigen Stadtvillen vorgesehen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer