Beim Schöppenmarkt konnten die Besucher an über 400 Ständen vorbeischlendern.

Auch nützliche Schnäppchen hatte der Schöppenmarkt zu bieten – zum Beispiel Putzutensilien.
Auch nützliche Schnäppchen hatte der Schöppenmarkt zu bieten – zum Beispiel Putzutensilien.

Auch nützliche Schnäppchen hatte der Schöppenmarkt zu bieten – zum Beispiel Putzutensilien.

Horst Siemes

Auch nützliche Schnäppchen hatte der Schöppenmarkt zu bieten – zum Beispiel Putzutensilien.

Dülken. Wenn Aal-Volker seine Fische "zittern" lässt, Käse-Rudi lautstark den Kontakt zu potenziellen Kunden sucht und Bananen durch die Dülkener Altstadt fliegen, dann kann nur Aschermittwoch sein, der traditionelle Tag des Dülkener Schöppenmarkts. Der Beginn der Fastenzeit lockt seit vielen Jahren noch mehr Besucher in den Stadtteil, als der beliebte Rosenmontagszug. Wenn man so will, feiert Dülken einen Tag länger.

Es geht nicht nur um Schnäppchen, sondern um das gesamte Flair

Über vier Kilometer lang war am Mittwoch die Reihe der fliegenden Händler an über 400 Verkaufsständen. Für Kauflustige ein echtes Paradies. Doch es ist nicht nur das mögliche Schnäppchen, das alle anstreben. Es geht auch um das Flair des Marktes, um den Plausch mit Bekannten, Nachbarn und Freunden, die man an diesem Aschermittwoch eigentlich immer wieder trifft.

Und Werner Meyer aus Mönchengladbach betont, dass für ihn der Genuss eines Backfisches ebenso zum Schöppenmarktbesuch gehört. "Geben Sie mir den Fisch mal ruhig warm auf die Hand, da schmeckt der mir immer am besten", sagt eine ältere Dame - und findet mit dieser Methode gleich zahlreiche Nachahmer. Das Fett läuft noch ein wenig runter am Brötchen. Aber: "Macht nichts, die Hauptsache ist, es schmeckt."

Eigentlich ist auf dem Schöppenmarkt fast alles zu haben, was man sich nur denken kann. Auch wenn Gardinen heute nicht mehr der große Renner sind, wie es noch vor Jahren der Fall war. Dafür gibt es Putzlappen, die den Staub sogar "erahnen", wie man hören kann.

"Haben sie nicht gemerkt, wie unterkühlt sie waren in den letzten Wochen, weil sie nicht die richtige Unterwäsche an hatten", fragt werbend ein Mieder- und Unterwäschehändler auf der Lange Straße. Prompt kommt die Antwort von zwei Frauen: "Da ist was dran."

Die Kirchturmuhr von St. Cornelius schlägt Zwölf. Eine mit Tüten bepackte Käuferin zuckt zusammen. "Mensch, wie ist die Zeit vergangenen", sagt sie und verlässt im Sauseschritt den Alten Markt. Der nächste Schöppenmarkt in Dülken kommt bestimmt: Am 9. März 2011 - dann ist wieder Aschermittwoch.

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