Die rund 1.200 Schüler des Dülkener AMG mussten am Freitag das Gebäude verlassen.

Das Schulgebäude (hier zu sehen: die Fluchttreppen) wurde evakuiert.
Das Schulgebäude (hier zu sehen: die Fluchttreppen) wurde evakuiert.

Das Schulgebäude (hier zu sehen: die Fluchttreppen) wurde evakuiert.

Ahlen

Das Schulgebäude (hier zu sehen: die Fluchttreppen) wurde evakuiert.

Dülken. Schrecken in der großen Pause: Gegen 9.33 Uhr wurde am Freitag im Dülkener Albertus-Magnus-Gymnasium (AMG) Alarm ausgelöst. Grund war ein beunruhigend starker Chlor-Geruch im Keller.

Auf Veranlassung der Schulleitung wurde das gesamte Schulgebäude evakuiert: Rund 1.200 Schüler, die während der Pause in den Klassen bleiben dürfen, strömten ins Freie. Die Rettungsdienste rückten aus in Richtung Brandenburger Straße. Etwa 40 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

"Das hat sehr gut geklappt."

Schulleiter Herbert Strickling über die Evakuierung der Schule

"Ein 50-Liter-Fass mit Natriumhypochlorit war undicht geworden", erklärt der stellvertretende Wehrführer Hans Jürgen Thevessen den festgestellten Geruch. "Dieser Behälter wurde dann von uns abgedichtet." Der Einsatz dauerte bis gegen zwölf Uhr. Der Hausmeister wurde sicherheitshalber zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Zwischen halb acht und acht Uhr hatte er auf seiner Morgenrunde noch den Raum mit den Schwimmbadchemikalien kontrolliert und alles protokolliert. "Da war noch alles in Ordnung", berichtet Schulleiter Herbert Strickling.

Kurze Zeit nach dem Einsatz hatte sich die Lage in dem Bischöflichen Gymnasium aber schon wieder beruhigt. Strickling äußerte sich vor allem froh darüber, dass die Evakuierung seiner Schule funktioniert hatte: "Das hat sehr gut geklappt."

Die Dämpfe von Natriumhypochlorit (NaOCl) greifen beim Einatmen die Schleimhäute an.

Natriumhypochlorit wird zum Bleichen oder Desinfizieren verwendet, etwa in Schwimmbädern.

Geübt wird das zweimal im Jahr, zuletzt vor wenigen Wochen. Für etwa 250 Jugendliche bedeutete der Alarm ein vorzeitiges Wochenende: Die Schüler der Oberstufe, deren Trakt sich im selben Gebäudeteil wie das Schwimmbad befindet, durften nach Hause gehen. Für alle anderen konnte der Unterricht nach kurzer Unterbrechung planmäßig fortgesetzt werden.

Das Schwimmbad bleibt bis voraussichtlich Mitte nächster Woche geschlossen. Erst muss die Badtechnik-Firma anrücken, um alles wieder ins Lot zu bringen. Denn im Moment ist das Wasser völlig ohne Chlor und damit unbenutzbar.

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