In wenigen Tagen startet ein neues Angebot des Kreisjugendamts.

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Mit Info-Ordnern besuchen Barbara Behle, Mel Demirkaya und Yvonne Dahlke (v. l.) Familien mit Neugeborenen. Im Hintergrund: Kreisdirektor Andreas Coenen (l.) und Werner Thiel vom Kreisjugendamt.

Mit Info-Ordnern besuchen Barbara Behle, Mel Demirkaya und Yvonne Dahlke (v. l.) Familien mit Neugeborenen. Im Hintergrund: Kreisdirektor Andreas Coenen (l.) und Werner Thiel vom Kreisjugendamt.

Siemes

Mit Info-Ordnern besuchen Barbara Behle, Mel Demirkaya und Yvonne Dahlke (v. l.) Familien mit Neugeborenen. Im Hintergrund: Kreisdirektor Andreas Coenen (l.) und Werner Thiel vom Kreisjugendamt.

Kreis Viersen. Eins ist sicher: Barbara Behle (39), Ivonne Dahlke (33) und Mel Demirkaya (40) wissen, wovon sie reden. Die Mitarbeiterinnen des neu eingerichteten Familien-Besuchsdienstes des Kreisjugendamts sind selbst voll drin im Thema Kinder: Behle hat drei Söhne im Alter von acht, sechs und fünf Jahren, Dahlke erzählt von einem sechs- und einem einjährigen Kind bei sich daheim und Demirkayas Sohn ist seit 14Monaten auf der Welt.

"Das Jugendamt soll sich freundlich vorstellen, sich zeigen, ohne sich aufzudrängen."

Kreisdirektor Andreas Coenen

In wenigen Tagen beginnt das Experten-Trio - neben ihren Erfahrungen als Mütter haben alle bereits beim Kreis im Bereich Soziales oder Gesundheit gearbeitet -, junge Familien im Kreis Viersen zu beraten. Nach dem Vorbild des "Dormagener Modells", wie es auch die Stadt Viersen seit einiger Zeit praktiziert, sollen die Frauen zu den Müttern und Vätern von Neugeborenen gehen und in einem persönlichen Gespräch ein umfassendes Informationsangebot zu Fragen rund um das Baby vorstellen. Ein dicker Ordner, der überreicht wird, enthält unter anderem eine Checkliste ("Geburtsurkunde, "Vaterschaft anerkennen lassen, "Elternzeit beantragen"), den Antrag auf Kindergeld und die Adressen örtlicher Kindergärten.

"Die entsprechenden Daten bekommen wir übers Internet, schreiben dann jede junge Familie persönlich an und machen einen Terminvorschlag", erklärt Yvonne Dahlke das Prozedere. Rund tausend Briefe würden im Jahr verschickt. "Sollte die Familie den Besuch nicht wünschen, werden wir das akzeptieren", fügt die Beraterin hinzu.

Auch Kreisdirektor Andreas Coenen betont die Freiwilligkeit: "Das Jugendamt soll sich freundlich vorstellen, sich zeigen, ohne sich aufzudrängen." Laut den Verantwortlichen werden die Mitarbeiterinnen, sollten bei einem Besuch tatsächlich Probleme auftauchen, darüber mit den Eltern sprechen und gegebenenfalls weitere Schritte einleiten.

Barbara Behle (zuständig für Nettetal), Yvonne Dahlke (Tönisvorst und Grefrath) und Mel Demirkaya (Brüggen, Schwalmtal und Niederkrüchten) wollen sechs bis acht Wochen nach der Geburt ins Haus kommen. "Damit wir uns nicht mit der Hebamme die Klinke in die Hand geben", lautet die Erklärung der drei Mütter.

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