Einrichtung verfügt über Technik mit Sonnenunterstützung.

Wohnstättenleiter Klaus Simonsen von der Lebenshilfe zeigt die Technik im Keller des Hauses in Süchteln.
Wohnstättenleiter Klaus Simonsen von der Lebenshilfe zeigt die Technik im Keller des Hauses in Süchteln.

Wohnstättenleiter Klaus Simonsen von der Lebenshilfe zeigt die Technik im Keller des Hauses in Süchteln.

Siemes

Wohnstättenleiter Klaus Simonsen von der Lebenshilfe zeigt die Technik im Keller des Hauses in Süchteln.

Süchteln. Energiekosten senken, das hat sich die Süchtelner Wohnstätte Bergstraße der Lebenshilfe im Kreis Viersen auf ihre Fahnen geschrieben. Das älteste Haus der Lebenshilfe ist die erste Einrichtung, in der eine "Solar unterstützte Brennwerttechnik" arbeitet.

"Wir haben das große Glück, dass in dem 1977 erbauten Haus schon damals Fußbodenheizung gelegt wurde", sagt Michael Behrendt, der Geschäftsführer der Lebenshilfe Viersen. Fußbodenheizung benötigt nämlich eine niedrigere Vorlauftemperatur als Anlagen mit normalen Heizkörpern. Damit sind sie für Solarthermie-Anlagen hervorragend geeignet.

Vorher Gasverbrauch für 9000 Euro bei 460 Quadratmetern

Dass es eine solche Anlage werden würde, wusste man im vorigen Jahr allerdings noch nicht. "Wir hatten 2007/2008 einen Gasverbrauch für 9000 Euro für unsere Räumlichkeiten mit 460 Quadratmetern Wohnfläche", erinnert sich Wohnstätten-Leiter Klaus Simonsen. Eine Zahl, die man ändern wollte.

Verschiedene Handwerker wurden kontaktiert und Beratungsgespräche unter anderem hinsichtlich der Heizformen geführt. Die Frage, die sich bei allem stellte war: Was macht am meisten Sinn? Schließlich entschloss sich die Lebenshilfe für die Brennwerttechnik mit Sonnenunterstützung.

Die Installateurfirma brachte acht Kollektoren auf der Südseite des Daches an. Dazu kamen zwei, insgesamt 1500 Liter fassende Wasserspeicher im Keller des Hauses sowie ein kleiner, gasbetriebener Heizkessel.

Die Sonne erwärmt nun die spezielle Flüssigkeit in den Kollektoren. Diese Flüssigkeit erhitzt die beiden Wasserspeicher, deren Wasser wiederum in die Fußbodenheizung und die Warmwasserleitungen gepumpt wird. "Das funktioniert auch bei den derzeitigen niedrigen Außentemperaturen", erklärt Simonsen.

Bei zwei Grad Außentemperatur etwa beträgt die Kollektorentemperatur über 38 Grad. "Wir brauchen so kein bisschen zusätzlich zu heizen", sagt der Wohnstätten-Leiter. Der Heizkessel verbraucht so keinerlei Gas, da die Solarthermie-Anlage für genügend Wärme sorgt.

Rund 30000 Euro hat die gesamte Anlage gekostet. Bei der Lebenshilfe rechnet man mit rund 40 Prozent weniger Gasverbrauch, so dass sich die Anlage in rund acht bis neun Jahren amortisiert haben sollte. Vom Land NRW kam dazu ein Zuwendungsbescheid von 3710 Euro, aus dem Programm der Niederrheinwerke gab es einen Scheck über mehr als 1000 Euro.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer