Ein neues Gerätehaus in Boisheim soll dabei helfen, neue Kräfte für die Freiwillige Feuerwehr zu finden.

Hilfsdienste
So soll das neue Feuerwehrgerätehaus in Boisheim aussehen.

So soll das neue Feuerwehrgerätehaus in Boisheim aussehen.

Manfred Baum

So soll das neue Feuerwehrgerätehaus in Boisheim aussehen.

Viersen. Viersens kleinster Stadtteil Boisheim bekommt bis Ende des Jahres ein neues Feuerwehrgerätehaus an der Ecke Brüggener/Dilkrather Straße. Mit den Erdarbeiten ist bereits begonnen worden. Das alte Gerätehaus ist mitterweile mehr als 50 Jahre alt und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Das alte Gebäude soll demnächst den geplanten neuen Boisheimer Dorfladen aufnehmen. Bereits 2011 war im Brandschutzbedarfsplan auf die Sonderstellung von Boisheim mit seiner geografischen Lage, Autobahnanschluss, Gewerbe und Bahnüberführung hingewiesen worden.

In acht Minuten soll die Wehr mit zehn Personen am Einsatzort sein

Neben der Technik und dem Standort benötigt eine Wehr auch Personal, um als erstalarmierte Einheit mit einer fest definierten Anzahl von Feuerwehrleuten in einem vorgegebenen Zeitfenster Hilfe leisten zu können. „Wir müssen attraktiv sein für neue Mitglieder“, so Frank Kersbaum, der zuständige Fachbereichsleiter für die Feuerwehr in der Stadt Viersen. Er stellt fest: „Es gibt einen Nachholbedarf beim Personal.“

In acht Minuten soll die Wehr mit mindestens zehn Personen am Einsatzort sein. Von 28 Boisheimer Mitgliedern der Wehr sind jedoch 17 tagsüber nicht erreichbar. Kersbaum: „Boisheim erfährt Unterstützung von der Hauptwache.“ Doch man brauche mehr aktive Mitglieder. Kersbaum: „Um sechs Mitglieder zu erreichen im Ernstfall müssen wir 40 alarmieren.“

Am 20. Mai um 19 Uhr gibt es für Interessierte aus Boisheim in „Conny’s Come In“ auf der Nettetaler Straße eine Infoveranstaltung, zu der vor allen Dingen die Altersgruppe zwischen 18 und 40 Jahre eingeladen ist. Frauen und Männer sind willkommen. Fakt ist, dass jeder Bürger, der sich der Feuerwehr für aktiven Dienst anschließen möchte, eine umfassende Ausbildung mitmachen muss und gesundheitlich geeignet sein muss. Die Wehrleitung hofft, über das neue Gerätehaus junge Mitglieder für die Wehr in Boisheim gewinnen zu können, die in drei Jahren 125 Jahre alt wird.

Die Ingenieurgesellschaft Schmitz aus Dülken wird das Haus bauen. Es kostet rund 600 000 Euro. Die Stadt Viersen wird es 30 Jahre lang mieten. Es bietet mehr Platz (zwei Fahrzeuge) für die Wehr und einen Schulungsraum. Statt 147 Quadratmeter wie jetzt, stehen dann rund 350 Quadratmeter zur Verfügung. Es gibt sanitäre Einrichtungen getrennt für Männer und Frauen.

Angelaufen ist weiter eine neue Fahrzeugbeschaffung für Boisheim. Kersbaum: „Es darf nicht passieren, das wir keine neuen Mitglieder finden.“ Der Altersdurchschnitt der Wehr in Boisheim ist mit 33 Jahren erfreulich niedrig.

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