Am Konrad-Adenauer-Ring laufen die Vorbereitungen. Im Herbst soll die Kita eröffnet werden.

Viersen. Aktuell laufen rund um den Konrad-Adenauer-Ring die Vorbereitungen für die Baustelle der neuen Kindertagesstätte „Löh“. Nachdem im November bereits ein altes Spielfeld beseitigt wurde, werden jetzt die angrenzenden Flächen hergerichtet. Hierfür müssen die dort bestehende Geländekuppe abgetragen und einige Bäume gefällt werden. „Wir versuchen, so viele Grünflächen wie möglich zu erhalten und werden Bäume nur im absolut notwendigen Umfang fällen“, sagte Albert Becker, Vorsitzender der Viersener Aktien-Baugesellschaft (VAG).

„Sobald das Gelände frei ist, beginnen wir mit den Bauarbeiten.“

Albert Becker, Vorsitzender der VAG

Einige Baumfällungen seien jedoch nötig, um eine Baustellen-Zufahrt zu schaffen und den geplanten Baukörper zugänglich zu machen. Bäume außerhalb der unmittelbaren Bauflächen blieben jedoch erhalten und sollen im späteren Verlauf in das Freianlagenkonzept der Kindertagesstätte einbezogen werden. Um weitere Eingriffe zu vermeiden, werde die Baustelle zudem von der Sportplatzseite angedient. Und auch eine Ersatzbepflanzung sei – wie bei jedem anderen baulichen Vorhaben auch – vorgesehen, betonte Becker.

Anwohner hatten gegen den Bau protestiert

Der Neubau entsteht im Westen der Sportanlage auf der Löh. Bauherr ist die Viersener Aktien-Baugesellschaft. Träger wird die evangelische Kirchengemeinde sein. Die vorbereitenden Arbeiten würden „genau nach Plan“ laufen, so Becker. „Sobald das Gelände frei ist und abhängig von der Wetterlage, beginnen wir mit den Bauarbeiten für die Kita“, sagte der VAB-Vorsitzende. Teilweise werden Flächen des bisherigen Kleinspielfeldes am westlichen Ende der Sportanlage bebaut. Die Kunststoffoberfläche und Teile des Spielfeldes wurden bereits Ende 2014 entfernt.

Insgesamt ist das zu bebauende Areal, das von Konrad-Adenauer-Ring, Rotdorn- und Schlehdornweg und der Sportfläche begrenzt wird, 2,5 Hektar groß. 1,5 Hektar soll der Kita-Neubau beanspruchen. Der eingeschossige Bau soll mit einem Flach- sowie einer Satteldachkonstruktion versehen werden. Die Eröffnung der Kita ist bereits für den Herbst geplant. Dann sollen hier fünf Kindergartengruppen unterkommen. „Es handelt sich um eine dringend erwünschte Baumaßnahme, entsprechend hoch ist der Zeitdruck hinter dem Projekt“, sagte Becker.

Die Kita „Löh“ ersetzt die bestehende Kindertagesstätte am Konrad-Adenauer-Ring, deren Sanierung insbesondere unter energetischen Gesichtspunkten nicht effizient gewesen wäre. Zudem entstehen auf dem Gelände mehrere Wohnkomplexe: Zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils 20 Wohneinheiten, ein Mehrfamilienhaus mit 25 Einheiten, Doppelhaushälften mit circa neun Wohneinheiten und sieben Einfamilienhäuser, die teilweise vermietet und teilweise als Eigentum angeboten werden sollen.

Obwohl der Kita-Neubau benötigt wird, um den Bedarf an Betreuungsplätzen zu decken, hatte es im Vorfeld – wohl auch wegen der geplanten Mehrfamilienhäuser auf dem Areal – Proteste von Seiten der Anwohner gegeben. Diese hatten Sorgen um eine erhöhte Verkehrs- und Lärmbelastung geäußert und den Wegfall von Sport- und Grünflächen sowie mangelnde Parkmöglichkeiten kritisiert. Diese Konflikte seien ausgetragen, sagte Becker: „Wir haben uns mit den Bürgern getroffen und die Pläne erläutert.“

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