In Dülken, Viersen und Süchteln hatten die Jecken Erfolg.

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Ortsbürgermeister Michael Aach hatte in Dülken keine Chance – Inge Gartz und ihre Möhnen eroberten den Schlüssel zum Rathaus.

Ortsbürgermeister Michael Aach hatte in Dülken keine Chance – Inge Gartz und ihre Möhnen eroberten den Schlüssel zum Rathaus.

Baum

Ortsbürgermeister Michael Aach hatte in Dülken keine Chance – Inge Gartz und ihre Möhnen eroberten den Schlüssel zum Rathaus.

Viersen. Ein wenig verängstigt und schüchtern lugten Ortsbürgermeister Michael Aach und Vizebügermeister Hans-Willy Bouren aus dem Fenster im ersten Stock des Dülkener Rathauses. Aach versuchte zumindest verbal, Zuversicht zu vermitteln: „Wir sind bestens gerüstet, um unser Rathaus zu verteidigen. Ihr werdet euch die Zähne ausbeißen.“ Bouren wollte wohl die Herzen der Möhnen und des Prinzenpaares für sich gewinnen, als er rief: „Auch ich war schon Prinz Karneval in Viersen.“ Doch Buhrufe waren die Reaktion.

Sterne mit Namen wurden verteilt

„Wir haben uns akribisch vorbereitet und sind uns der Unterstützung unseres charmanten Prinzenpaares sicher“, sagte Obermöhne Inge Gartz. Jubel brach aus, Fahnen wurden geschwenkt, „Gloria tibi Dülken“-Rufe stiegen in den Himmel. Schließlich gaben die Männer auf und traten mit erhobenen Händen aus dem Gebäude. Sie übergaben kommentarlos den Rathausschlüssel und ließen sich zum Tänzchen überreden. Das Narrenvolk jubelte und zog in einer Karawane zum Alten Markt, wo der Straßenkarneval eröffnet wurde.

In Süchteln stiegen die Möhnen durch ein Fenster im Erdgeschoss ins Rathaus. Das Prinzenpaar mit Gefolge zog hinterher. Der alte Ratssaal wurde schnell zum Tanzsaal. „Ein Stern, der deinen Namen trägt“, sangen die Narren – Rathauschef Paul Schrömbges, als Pirat verkleidet, erhielt einen großen Stern mit seinem Namen. Weiter ging’s zum Lindenplatz, auf dem einige 100 Jecken auslassen feierten.

Hatte das Wetter zunächst mitgespielt, wurde es beim Rathaussturm am Nachmittag in Alt-Viersen ungemütlich: Regen und einstellige Temperaturen. Schirme dominierten das Bild auf dem Rathausmarkt. Und viele Möhnen versuchten, noch schneller als sonst ins Foyer des Stadthauses zu gelangen – die ersten waren bereits nach neun Minuten im Gebäude. Zu den machtlosen Zuschauern in der ersten Etage gehörte natürlich auch Bürgermeister Günter Thönnesen.

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