Der Kreishaushalt gibt Anlass zur Sorge.

Viersen. Kann sich der Kämmerer des Kreises Viersen mit seinen derzeitigen Planungen durchsetzen, werden die finanziellen Sorgen der ohnehin gebeutelten kreisangehörigen Städte und Gemeinden um einiges größer: Der Kreis plant, die Kreisumlage, die jede Stadt und Gemeinde zu zahlen hat, um 4,2 Punkte zu erhöhen. Die Stadt Viersen müsste dann vier Millionen Euro mehr als bislang auf das Kreis-Konto überweisen. Und das bei einem Defizit, das nach derzeitigem Stand bei 26 Millionen Euro (ohne Kreisumlagen-Erhöhung) im kommenden Jahr liegt.

Corsten: Das Land lässt Städte und Gemeinden im Stich

Noch ist nichts beschlossen. Der Kreishaushalt wird am 14. Januar eingebracht. Dann müssen die Kreistags-Politiker über das Zahlenwerk entscheiden. Viersens Kämmerer Rolf Corsten muss sich mit den Plänen dennoch auseinandersetzen. "Woher sollen wir die vier Millionen nehmen? Sollen wir wirklich zum Beispiel die Grundsteuer ums Vierfache erhöhen?"

Corsten richtet vor allem auch Forderungen an die Landespolitik. Das Land lasse "die Städte und Gemeinden im Stich". Seine Forderung: "Die Politik muss aufhören, uns immer neue Aufgaben aufzudrücken." Denn die sind meist mit Ausgaben verbunden, die zu Lasten der Städte gehen.

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