Kreis Viersen. Immer mehr Menschen benötigen stark wirkende Schmerzmittel, so genannte Opiate. Die Anzahl der Patienten stieg in den vergangenen Jahren um rund 43 Prozent. Auch die Apotheker im Kreis Viersen haben diesen Trend festgestellt. Im Bereich Nordrhein (Regierungsbezirk Köln und Düsseldorf) benötigten im Jahr 2009 rund 160.000 Menschen Schmerzmittel, 2005 waren es noch 112.000. Diese Zahlen ermittelte das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut.

Auch frei verkäufliche Mittel müssten sorgfältig dosiert werden

Ein Grund für den starken Anstieg sei die demographische Entwicklung, erklärt Dr. Joachim Kresken, Pressesprecher der Apotheker im Kreis Viersen. „Die Menschen werden immer älter. Damit einher gehen aber vermehrt auftretende schmerzhafte Krankheiten wie Osteoporose oder Krebs.“

Bei den stark wirkenden Schmerzmitteln ist die Kontrolle der Apotheker durch die Rezeptpflicht gegeben. Anders sieht das bei frei verkäuflichen Schmerzmitteln aus, obwohl auch diese, so Kresken, sorgfältig dosiert werden müssten. So könnten beispielsweise Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen oder Diclofenac auf Dauer Magen und Darm schädigen. Ähnlich sieht es bei dem Wirkstoff Paracetamol aus.

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