Nach den Ereignissen in den vergangenen Jahren informiert die Stadt die Eltern zum Thema Alkoholmissbrauch. Altweiber spielen auf dem Alten Markt Bands.

An Altweiber gibt es auf dem Alten Markt in Dülken ein Bühnenprogramm.
An Altweiber gibt es auf dem Alten Markt in Dülken ein Bühnenprogramm.

An Altweiber gibt es auf dem Alten Markt in Dülken ein Bühnenprogramm.

An Altweiber gibt es auf dem Alten Markt in Dülken ein Bühnenprogramm.

Viersen. Ein Elfjähriger liegt auf der Intensivstation, Schlägereien unter Jugendlichen und Vandalismus: Die unerfreulichen Ereignisse am Altweiberdonnerstag haben vor allem in Dülken in den vergangenen Jahren zugenommen. Mit einer Kampagne gegen Alkoholmissbrauch will die Stadt sensibilisieren und der Entwicklung entgegentreten. Mit ins Boot nimmt sie nicht nur die Schulen und Eltern, sondern auch die Karnevalisten. "Ich möchte deutlich machen, dass es so etwas gibt wie Gesamtverantwortung", sagt Bürgermeister Günter Thönnessen, der betont, dass dies nicht nur für die Karnevalstage gelte.

Rathaus-Sturm diesmal ohne Bierpavillon

In dieser Woche erreichen "Info-Pakete" die Schulen. Darin ist ein Brief an die Eltern, deren Kinder die Klassen sieben bis zehn besuchen. Darin bittet Thönnessen darum, mit den Kindern über den Missbrauch von Alkohol und die Bestimmungen des Jugendschutzes zu sprechen. Mit einer Unterschrift sollen sie den Erhalt des Briefes bestätigen. Darüber hinaus liegt eine Info-Broschüre der "Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung" bei. In einem weiteren Brief bittet Bürgermeister Günter Thönnessen die Schulen, das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht zu behandeln. Außerdem hofft der Bürgermeister, dass die Schulen den Unterricht an Altweiber nicht frühzeitig beenden.

Ab 12.30 Uhr startet auf dem Dülkener Alten Markt ein Programm mit den drei Dülkener Bands Sonnensching, In Reality und All About. Zwischendurch sorgt ein Dj für Unterhaltung. Acht Plakate, unter anderem mit dem Schriftzug "Alkoholfreie Zone" werden aufgehängt. Jugend- und Ordnungsamt werden mit zwölf Leuten vor Ort sein. Außerdem wird die Polizei Präsenz zeigen. 7000 Euro plus Personalkosten investiert die Stadt.

Mit gutem Beispiel will die Verwaltung auf dem Rathausmarkt vorangehen. Einen Bierpavillon wird es in diesem Jahr nicht geben. Die Narren selbst schließen sich an. Auch wenn es sie stört, dass sich das Thema Alkohol oft nur auf Karneval konzentriert, wie Frank Schiffers vom Festausschuss Viersener Karneval betont. Er appelliert an die Vereine und Zugteilnehmer, keinen Alkohol mitzubringen. Bislang habe er nur positive Rückmeldungen erhalten.

Ihre Bemühungen will die Stadt nach den Karnevalstagen fortführen. "Der Kampf gegen den Alkohol ist ein Dauerkampf", betont Thönnessen.

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