Nach 24 Jahren als Kämmerer ist Rolf Corsten in den Ruhestand getreten.

Verwaltung
Bürgermeister Günter Thönnessen (r.) verabschiedete Kämmerer Rolf Corsten in den Ruhestand.

Bürgermeister Günter Thönnessen (r.) verabschiedete Kämmerer Rolf Corsten in den Ruhestand.

Jörg Knappe

Bürgermeister Günter Thönnessen (r.) verabschiedete Kämmerer Rolf Corsten in den Ruhestand.

Viersen. Rolf Corsten nahm es mit Humor. „Es stimmt nicht alles, was der Bürgermeister gesagt hat“, sagte er und schmunzelte, nachdem ihn Günter Thönnessen im Stadtrat mit einer Lobesrede verabschiedet hatte. Der Erste Beigeordnete und Kämmerer der Stadt Viersen ist jetzt in den Ruhestand getreten.

Zu Beginn seiner Abschiedsrede kündigte Corsten an, er werde es „schnell machen“ und fügte hinzu, „auch wenn das für den ein oder anderen etwas ungewöhnlich ist“. Damit spielte der 58-Jährige selbstkritisch darauf an, dass er das ein oder andere Thema gerne auch schon mal ausführlich und durchaus kontrovers diskutierte.

Dabei sei auch hin und wieder eine Bürotür lautstark zugeschlagen worden, erinnerte sich Thönnessen. Er ließ Corstens Laufbahn bei der Stadt noch einmal Revue passieren. Begonnen hatte sie 1976 mit einer dreijährigen Ausbildung in der Verwaltung. Seinen Plan, Lehrer für Mathematik und Physik zu werden, hatte Corsten da bereits aufgegeben. Parallel studierte er an der Fernuni Hagen Mathematik und Rechtswissenschaft. Es folge ein Jurastudium an der Uni Köln, das Corsten 1987 abschloss.

Schon 1993 verhängte Corsten eine Haushaltssperre

Am 1. Februar 1990 begann sein Dienst als Kämmerer der Stadt Viersen. Da war Corsten 33 Jahre alt und einer der jüngsten Kämmerer in NRW. „Er war immer ein Mahner der Finanzen, aber kein Sparkommissar. Trotz ,enger Luft’ hat er als Dauerarbeiter viele Dinge möglich gemacht“, so Thönnessen.

Sparen musste Corsten spätestens ab 1993. Damals sanken die Gewerbesteuereinnahmen drastisch. Die Folge waren eine Haushaltssperre und 1994 das erste Haushaltssicherungskonzept. Thönnessen wünschte Corsten zum Abschied, dass er „loslassen und durchatmen könne und Neues entdecke“.

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