Zum elften Mal sucht das städtische Jugendprojekt Young Life die besten Nachwuchsmusiker der Region.

Stinky Jony sorgte 2014 für gute Stimmung im Rahmen des Wettbewerbs „Young Talents“.  Archivfoto
Stinky Jony sorgte 2014 für gute Stimmung im Rahmen des Wettbewerbs „Young Talents“. Archivfoto

Stinky Jony sorgte 2014 für gute Stimmung im Rahmen des Wettbewerbs „Young Talents“. Archivfoto

Stinky Jony sorgte 2014 für gute Stimmung im Rahmen des Wettbewerbs „Young Talents“. Archivfoto

Viersen. Der jährlich stattfindende Bandwettbewerb Young Talents ist in Viersen eine feste Größe. Bereits zum elften Mal veranstaltet das städtische Jugendprojekt Young Life zusammen mit dem Hubert-Vootz-Haus die Reihe mit vier Konzerten, auf denen Nachwuchsmusiker gegeneinander antreten. In drei Vorrunden werden aus insgesamt zwölf Musikgruppen vier Finalisten ermittelt. Und im Finale in der Festhalle geht es dann um’s Preisgeld und vor allem um den sehr begehrten Auftritt bei dem bekannten Rockfestival „Eier und Speck“.

Während das eigentliche Prozedere über die Jahre gleich geblieben ist, gibt es eine große Veränderung: Während früher vor allem örtliche Schülerbands auftraten, kommen mittlerweile immer mehr Musikgruppen auch aus anderen Städten. „Musiker aus Rheinberg, Erkelenz, Kempen und aus dem Kreis Kleve haben sich für dieses Jahr angemeldet“, sagt Susanne Rosen vom städtischen Jugendprojekt. Der Wettbewerb hat sich geöffnet. „Bands vom ganzen Niederrhein sind willkommen“, erklärt sie. Die Bedingung für die Teilnahme: Die Musiker dürfen im Durchschnitt nicht älter als 25 Jahre alt sein, sie müssen eigene Songs bei den halbstündigen Auftritten spielen und Verbindungen zur Region haben. „Viele sind Studenten und leben zum Beispiel im Ruhrgebiet, kommen aber ursprünglich vom Niederrhein“, sagt Rosen.

Jury-Mitglieder sprechen von gestiegenem Niveau

Die meisten Künstler beim Young Talents sind Anfang 20, die Bands sind in der Regel älter als noch vor ein paar Jahren. Der Wettbewerb richtete sich am Anfang vor allem an die damals zahleichen Viersener Schüler- und Jugendbands, die meist in Klassenräumen und Jugendklubs probten. Young Talents sollten ihnen ein Bühne geben, auf der sie sich vor Publikum ausprobieren konnten. Doch viele Jugendliche hätten wegen der verkürzten Schulzeit und den vielen Einflüssen, mit denen sie heutzutage konfrontiert sind, einfach weniger Zeit für so ein aufwendiges Hobby wie Musik, erklärt Beigeordneter Paul Schrömbges. Mitarbeiterin Rosen stimmt ihm zu: „Es gibt einfach weniger Schülerbands als früher.“

Daher haben die Verantwortlichen die Zielgruppe erweitert. „Der Wettbewerb hat sich mehr in die Studentenszene verlagert“, sagt Rosen. Auch mit der Konsequenz, dass Musiker mit mehr Erfahrung und Können in Viersen auf der Bühne stehen. „Das Niveau ist in den vergangene Jahren deutlich gestiegen“, sagt der Musikjournalist Udo Gröbbels, der seit 2010 in der Young Talents-Jury sitzt. Und so hat sich der Wettbewerb einen Namen in der Musik-Szene gemacht und ist deshalb für Bands von Außerhalb interessant geworden. Auch mit der Resonanz des Publikums sind die Veranstalter zufrieden. Die drei Vorrunden-Konzerte in der Rockschicht und das Finale in der Festhalle sind in der Regel mit bis zu 200 Zuschauern gut besucht. Obwohl mehr Studenten auftreten, sind auch junge Schüler weiterhin willkommen. Selbst wenn sie noch nicht genügend eigene Stücke für den halbstündigen Auftritt zusammen haben, können sie sich bewerben und dann außer Konkurrenz auftreten.

Die Jury, in der zudem Musikveranstalter, Musiker und Vertreter der Stadt sitzen, wählt nicht nur die Teilnehmer aus und bewertet die Auftritte, sondern verspricht auch ein fundiertes persönliches Feedback.

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