Marion Scherer ist nicht mehr Pflegedienstleiterin in dem Vorster Seniorenheim.

Jutta Hartmann leitet die Seniorenhäuser der Alexianer in den Ortsteilen.
Jutta Hartmann leitet die Seniorenhäuser der Alexianer in den Ortsteilen.

Jutta Hartmann leitet die Seniorenhäuser der Alexianer in den Ortsteilen.

Markus Wilke, Regionalgeschäftsführer der Alexianer.

Marion Scherer war seit 2012 im Kandergarten in Vorst tätig.

NN, Bild 1 von 3

Jutta Hartmann leitet die Seniorenhäuser der Alexianer in den Ortsteilen.

Vorst. „Sie ist ein Glücksgriff für den Kandergarten“, hatte Uwe Leuchtenberg, damals Aufsichtsratsvorsitzender des Antoniuszentrums, im Januar 2012 erklärt, als er Marion Scherer als neue Leiterin des Seniorenhauses Kandergarten in Vorst vorstellte. Es war damals dort der dritte Heimleiterwechsel in dreieinhalb Jahren (siehe Kasten). Mit Marion Scherer sollte endlich eine Zeit personeller Konstanz an der Spitze des Hauses beginnen.

Zweieinhalb Jahre später dreht sich das Personalkarussell erneut. Marion Scherer hat sich am Donnerstag von ihrem Team verabschiedet und den Kandergarten verlassen. Es war ihr letzter Arbeitstag als Pflegedienstleiterin. Die Leitung des Hauses hat vor kurzem Jutta Hartmann übernommen, die für die neuen Träger, die Alexianer Krefeld, das neue „Geschäftsfeld Seniorenhilfe“ in beiden Ortsteilen leitet.

Wilke: „Nicht ausgeschöpftes Verbesserungspotential“

„Wir haben Frau Scherer nicht gekündigt. Wir haben uns im gegenseitigen Einvernehmen getrennt“, sagte Michael Wilke, Regionalgeschäftsführer der Alexianer. Er sah in Vorst „nicht ausgeschöpftes Verbesserungspotential“, nennt dabei die Stichworte Organisation und Personalführung. „Wir haben einen brutal hohen Krankenstand beim Personal vorgefunden, ein Indiz dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist“, sagt Wilke. „Wir waren mit dem, was wir vorgefunden haben, nicht zufrieden.“

In Vorst reagiert man enttäuscht auf die Nachricht

Personal im Vorster Haus hat indes enttäuscht auf den Abschied von Marion Scherer (53) reagiert. „Leider, leider“, kommentierte eine Altenpflegerin am Freitagnachmittag.

In Vorst hat die Nachricht schnell die Runde gemacht. „Das ist eine herbe, herbe Enttäuschung, dass sie nicht mehr da ist“, sagt beispielsweise Marlies Roosen, Ehrenvorsitzende der Vorster Seniorenhilfe. Sie hatte vor einigen Monaten noch mehr als 100 Protest-Unterschriften an Michael Wilke überreicht, nachdem bekannt worden war, dass Jutta Hartmann Scherer als Leiterin des Kandergartens ablösen sollte. Roosen: „Frau Scherer hat das ganze Haus mit Wärme und Liebe gestaltet.“ Es sei eine Atmosphäre gewesen, „mit der alle gut klar kamen – die Bewohner, Angehörige, die Vorster“.

Susanne van Dinther hat nun kommissarisch die Leitung

Uwe Katzor war der erste Leiter des neu gegründeten Seniorenhauses Kandergarten. Er war es nur ein Jahr, gab die Leitung im Mai 2008 an Ulrike Lambrecht weiter. Sie ging 2012 in den Mutterschutz. Ihr folgte dann die Düsseldorferin Marion Scherer, gebürtige Saarländerin, die als Pflegehelferin begonnen und sich immer weiter qualifiziert hatte. Scherer setzte sich gegen 16 Bewerber durch. Damals freute sie sich auf die aktive Arbeit mit verschiedenen Vereinen und Organisationen im Ort und darüber, dass sich überdurchschnittlich viele Ehrenamtliche in dem Haus engagierten. Zuletzt hatte Jutta Hartmann neben der Leitung des Seniorenhaues St. Tönis auch die des Kandergartens übernommen. Scherer war von diesem Tag an als Pflegedienstleiterin tätig.

Nun ist der Schlussstrich gezogen worden. Man habe sich immer wieder zusammengesetzt, um zu sehen, ob man die Probleme in den Griff bekomme, sagt Michael Wilke. In der vergangenen Woche sei man übereingekommen, dass es so nicht weitergeht. Angesprochen auf die deutlich spürbare Zufriedenheit der Kandergarten-Bewohner mit Scherer antwortete Wilke: „Die Probleme sind noch nicht auf die Bewohner durchgeschlagen.“

Der Posten der Pflegedienstleitung ist nun kommissarisch mit Susanne van Dinther besetzt. Wilke: „Sie hat schon ihren Arbeitsplatz von St. Tönis nach Vorst verlegt. Sie ist genau die Richtige, keine Unbekannte im Ort und bei den Mitarbeitern akzeptiert.“

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