Online-Umfrage und Stimmungsbild am WZ-Mobil gehen in die gleiche Richtung.

Tönisvorst. Die Ergebnisse der WZ Online-Umfrage zum Radwandertag sind relativ eindeutig: Bei 75 abgegebenen Stimmen sprachen sich 69 Prozent dafür aus, dass die Stadt aus touristischen Gründen mitmachen soll. 31 Prozent stimmten dafür, dass für den Radwandertag kein Geld da sei und Radler auch von anderen Städten starten könnten. Die harten Zahlen der Umfrage decken sich auch mit dem Stimmungsbild, das sich am WZ-Mobil am Donnerstag zeigte (die WZ berichtete).

Die Stadt Tönisvorst hatte zuvor erklärt, sich in diesem Jahr nicht an dem Event zu beteiligen. Die Teilnahme sei zu teuer und die Anzahl der Teilnehmer zu gering. Als ein „öffentlich ausgehängtes Zeugnis von Armut“ bezeichnet ein Online-Nutzer in seinem Kommentar zur Radwandertag-Berichterstattung die Reaktion der Stadt.

Andere Nutzer finden es peinlich und nicht förderlich für die Außenwirkung der Stadt. Von einem gebrochenen Versprechen der CDU ist in einem anderen Leserkommentar die Rede. Dort wird auf das Arbeitsprogramm 2010 der CDU angespielt. Die Partei hatte sich darin für ein professionelles Stadtmarketing und für eine Verbesserung des Öffentlichkeitsauftritts der Stadt eingesetzt.

Andere Städte könnten sich vor den Kopf gestoßen fühlen

Als egoistisch bezeichnet ein weiterer Nutzer das Verhalten der Stadt. Er merkt an, dass die anderen teilnehmenden Städte, die trotz finanzieller Probleme mitmachen, sich durch solch eine Reaktion vor den Kopf gestoßen fühlen müssten.

Viele Vereine und Bürger hatten in den vergangenen Tagen der Stadt ihre Hilfe angeboten, damit es doch noch mit dem Radwandertag klappt. Ein Nutzer vertritt dazu jedoch eine ganz klare Meinung: „Man kann die Verwaltung durch bürgerschaftliches Engagement nicht immer wieder aus der Verantwortung nehmen.“

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