Städte arbeiten nach Weihnachten nicht.

Willich/Tönisvorst. Der Kölner Oberbürgermeister will sparen – und hat deshalb jetzt für etwa 14 000 Mitarbeiter der Stadtverwaltung an den beiden Tagen nach Weihnachten (27./28. Dezember) Zwangsurlaub angeordnet. Für die Kämmerer in Willich und Tönisvorst ist das allerdings ein alter Hut: Schon vor Wochen war hier beschlossen worden, die Verwaltungen an diesen beiden Tagen geschlossen zu halten.

Willich spart bis zu 50 000, Tönisvorst 25 000 Euro.

Wer von den etwa 500 städtischen Mitarbeitern in Willich keinen Urlaub mehr hat, muss an besagtem Donnerstag und Freitag Überstunden abbauen. Diese werden in der Bilanz in Euro aufgeführt. Werden sie abgebaut, muss Kämmerer Willy Kerbusch dafür keine Rückstellungen bilden – und kann so, grob gerechnet, 40 000 bis 50 000 Euro sparen. Kerbusch überlegt zurzeit sogar, auf diese Weise künftig mit allen Brückentagen umzugehen. Denn auch bei Strom, Heizung und Reinigung könne man so sparen.

In Tönisvorst hat die Verwaltungsspitze ebenfalls beschlossen, dass an den besagten Tagen nicht gearbeitet wird. Einsparung: etwa 25 000 Euro. Außerdem, so Stadtsprecherin Catharina Perchthaler, wollten viele Verwaltungsmitarbeiter „zwischen den Jahren“ ohnehin freimachen. Übrig bliebe dann nur eine Notbesetzung. Nicht zuletzt ist Freitagmittag um 12.30 Uhr ohnehin Dienstschluss. „Die Entscheidung ist also im Sinne der Mitarbeiter getroffen worden“, sagt Perchthaler.

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