Die zweite Auflage der Lichternacht war nicht ganz so erfolgreich. Am Konzept wird weiter gearbeitet.

St.Tönis. An den Erfolg des Vorjahres kann die zweite St.Töniser Lichternacht nicht anknüpfen: Um 22 Uhr ist die Stadt lange nicht so voll wie bei der Premiere. "Das Wetter", sagt der Vorsitzende des Werberings, Stefan Robben. "Vor dem Regen hat es sich geknubbelt." Dennoch ist er zuversichtlich, dass es sich lohnen wird, das Geschäft bis 23 Uhr offen zu halten. "Einige Kunden haben ihren Besuch schon angekündigt, die wollen nur schnell was essen."

Deutlich weniger Würstchen als im Vorjahr verkauft

Bei "Round Table" auf dem Markt ist der Würstchenverkauf zurückgegangen. Bis 22 Uhr sind "nur" 320 verkauft. "Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 750", sagt der Präsident der Service-Organisation, Michael Lambertz. "Aber da waren wir auch alleine mit der Verköstigung." In diesem Jahr hat auch die Metzgerei Heisig ihren Imbisswagen auf dem Markt. "Und dann gibt es noch Stollen im Rathaus." "Round Table" ist nicht auf Gewinn aus, sondern sammelt für einen guten Zweck (Aktion Trixi-Spiegel).

Peter Langenfurth, Vorstandsmitglied des Werberings, räumt ein, dass weniger los sei. Auch er hat den Regen als Ursache ausgemacht. Gleichzeitig strahlt er: "Wir haben hier die schönste Lichterecke." Er habe die Scheinwerfer, die tagsüber aufgestellt wurden, in der Dunkelheit noch einmal richtig ausgerichtet, so dass sie die Fassade des Geschäftshauses in schönen Farben zeigen. "Gegenüber lassen sie das Licht auf ihren Kleiderständern. Wie sieht das denn aus?!" Langenfurth sieht die Lichternacht mit Late-Night-Shopping vor allem als "Happening. Da kommen die Kunden und Freunde vorbei und holen sich Anregungen. Gekauft wird erst Tage später."

Schön in Szene gesetzt ist die Stuckfassade der Arge und der Eingang zum Seulenhof. Hier tummeln sich viele Fotografen, ihre Kameras auf Stative geschraubt, die die lichte Pracht für die Ewigkeit bannen wollen. Was leider fehlt, ist das Lichtspiel über dem Schmuckgeschäft Schatzinsel. Im Jahr zuvor wurden da farbige Flüssigkeiten durchleuchtet an die Wand projiziert und faszinierende Bilder erzeugt.

Dunkelheit am Anfang der Hochstraße

Am Anfang der Hochstraße ist es dunkel. Hier vermisst man auch den Duft von Waffeln, die die Händler im Jahr zuvor dort gebacken hatten. "Die Arbeit bleibt immer an den Gleichen hängen", sagt Rolf Gentges achselzuckend. Der Partner von Sissi Peeren hatte sich im Vorjahr intensiv an der Aktion beteiligt.

Der Werbering St. Tönis kam im Vorjahr auf die Idee, neben den üblichen Festen etwas Neues anzubieten. So gab es am 6. November die erste Lichternacht mit Late-Night-Shopping. Wegen des großen Erfolges kam es in diesem Jahr zu einer Neuauflage.

Allein an der Hochstraße wurden erneut über 50 Häuser auf ausgefallene Art und Weise angestrahlt, so dass eine besondere Atmosphäre entstand. Auffallend war, dass einige prominente Geschäfte diesmal fehlen.

Für Irritationen sorgt eine rote Laterne über einer Gaststätte an der Willicher Straße. Autofahrer aus Richtung Süden halten sie teilweise für eine neue Ampel.

"Wir werden die Lichternacht weiter entwickeln", sagt Robben. "Und dann überlegen wir, nach welchen Gesichtspunkten wir die Lichter aufstellen lassen. In diesem Jahr haben wir vor allem Werberingmitglieder bedacht, weil der die Aktion finanziell trägt."

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