WZ-Mitarbeiterin Lisa Loheide- Niesmann trainiert Selbstverteidigung.

WZ-Mitarbeiterin Lisa Loheide-Niesmann weiß nun nach ihrem handfesten Selbstverteidigungstraining: „Ich bin stärker.“
WZ-Mitarbeiterin Lisa Loheide-Niesmann weiß nun nach ihrem handfesten Selbstverteidigungstraining: „Ich bin stärker.“

WZ-Mitarbeiterin Lisa Loheide-Niesmann weiß nun nach ihrem handfesten Selbstverteidigungstraining: „Ich bin stärker.“

Kurt Lübke

WZ-Mitarbeiterin Lisa Loheide-Niesmann weiß nun nach ihrem handfesten Selbstverteidigungstraining: „Ich bin stärker.“

Tönisvorst. Ein Selbstverteidigungskurs – das klingt gut. Und so habe ich mich am Samstagmorgen gespannt auf den Weg in das DJK Vereinsheim gemacht. Dort fand unter dem Motto „Ich bin stärker!“ der erste Trainingstag des Selbstverteidigungskurses für Mädchen statt.

Schnell füllte sich das Vereinsheim mit den insgesamt 30 Teilnehmerinnen. Auch ich bekam ein T-Shirt mit der Aufschrift „Ich bin stärker!“ und fühlte mich auch gleich stärker damit.

„Die meisten Passanten helfen wirklich“.

Roland Krichel, Trainer, ermutigt dazu, bei Unsicherheit Passsanten anzusprechen

Unsere Trainer, Personenschützer Roland Krichel, Jochen Moors, Vorsitzender der Jungen Union (JU) und Sicherheitsunternehmer, und die angehende Kommissarin Xenia Jansen, erzählten über ihren Beruf und den Ablauf des Kurses.

Dann begann das erste Spiel: Wir alle gingen durcheinander durch die Halle und versuchten, den anderen Teilnehmerinnen auf die Füße zu treten, nur leicht natürlich, und an der Schulter zu berühren. Den „Angriffen“ der anderen auszuweichen war dabei genauso wichtig.

Anschließend lernten und übten wir verschiedene Verteidigungspraktiken. Andere Übungen waren für mich auch mit Überwindung verbunden. So richtig laut „Stopp!“ zu rufen, um den aufdringlichen Bösewicht (Trainerin Xenia) zu verscheuchen, war gar nicht leicht. Doch auch mit der Stimme kann man sich verteidigen und um Hilfe rufen.

Zwischendurch sprachen wir über Dinge, die uns Angst machen, über Situationen, in denen wir uns bedroht fühlen. Allein im Dunkeln durch Straßen zu gehen, beispielsweise. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob wir verfolgt werden, verfolgten wir uns einfach gegenseitig. Ich war erleichtert, dass sich mein Gefühl als richtig herausstellte: Niemand war hinter mir.

Was soll ich tun, wenn ich mich verfolgt fühle? „Ihr könnt die Straßenseite wechseln oder andere Passanten um Hilfe bitten“, so Trainer Roland Krichel. Das wurde geübt. Schnell war „Passant“ Jochen Moors von um Hilfe bittenden Mädchen umringt. Fremde um Hilfe zu bitten, das kostet mich Überwindung. „Halten die mich nicht für verrückt“, fragte ich. Krichel versicherte: „Die meisten Passanten helfen wirklich.“

Viele positive Rückmeldungen nach dem Kurstag

In den Pausen konnten wir uns mit Getränken, Keksen und Obst versorgen. Frisch gestärkt ging es dann weiter: Wir übten den Polizeianruf, schließlich wurde vor unseren Augen eine Teilnehmerin von Bösewicht Krichel angegriffen.

Dann forderte mich das großen Finale: Mit Schlägen und Tritten durfte jede von uns gegen den in dicke Schutzkleidung gepackten Jochen Moors kämpfen. Das hat eine Menge Spaß gemacht. Natürlich hatte Moors keine Chance gegen uns. Schließlich sind wir stark.

Bei der abschließenden Gesprächsrunde gab es nur positive Rückmeldungen. Auch ich war sehr zufrieden mit dem Kurstag. Ich habe einiges an Erfahrung gesammelt, so dass ich jetzt sagen kann: „Ich bin stärker!“

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