Im Schulzentrum wird’s eng. Das nahe Kirchenfeld-Gebäude könnte die Lösung sein. Doch die CDU hat Bedenken.

Vom Schulzentrum bis zum Schulgebäude Kirchenfeld sind es 427 Meter. Eine zumutbare Entfernung für Lehrer und Schüler, meint die SPD.
Vom Schulzentrum bis zum Schulgebäude Kirchenfeld sind es 427 Meter. Eine zumutbare Entfernung für Lehrer und Schüler, meint die SPD.

Vom Schulzentrum bis zum Schulgebäude Kirchenfeld sind es 427 Meter. Eine zumutbare Entfernung für Lehrer und Schüler, meint die SPD.

Das Schulzentrum Corneliusfeld (Archivfoto vor der Fassadensanierung).

Reimann, Friedhelm (rei), Bild 1 von 2

Vom Schulzentrum bis zum Schulgebäude Kirchenfeld sind es 427 Meter. Eine zumutbare Entfernung für Lehrer und Schüler, meint die SPD.

Tönisvorst. Wie geht es mit der Raumsituation im Schulzentrum Corneliusfeld weiter? Damit beschäftigte sich der Schulausschuss, dem die neueste Entwicklungsplanung mit einigen Varianten und Unabwägbarkeiten vorlag.

Engpässe werden bereits ab dem nächsten Schuljahr erwartet, vor allem bei der Mensa. Jetzt sollen zügig konkrete Zahlen und Fakten her. Es ging der einstimmige Auftrag an die Verwaltung, kurzfristig für eine Erweiterung des Schulzentrums mit Mensa Kosten samt Raumprogramm zu entwickeln.

Wenn ab dem Schuljahr 2018/19 alle Jahrgangsstufen der Sekundarschule beschult sind, werden im Schulzentrum Corneliusfeld insgesamt rund 1800 Schüler unterrichtet. Dann fehlen nach den Prognosen 17 Klassen- und Differenzierungsräume. Und über exakt diese Zahl an Räumen verfügt die ehemalige Hauptschule im Kirchenfeld.

Mensa: Neubau auf der Wiese oder Kirchenfeld-Küche

Will man Millionen an Kosten einsparen, geht dies wohl nur mit zwei Schul-Standorten. Davon wollte im Fachausschuss die CDU aber nichts wissen. Thomas Kroschwald: „Wir wollen kurze Wege und einen Schul-Standort sowie möglichst schnell Pläne, wie wir kurz- bis mittelfristig die Engpässe beheben können.“ Dringend sei jetzt erst einmal der Bau einer größeren Mensa.

Anderer Auffassung über die Zahl der Standorte waren SPD, UWT und Grüne. Helge Schwarz (SPD): „Es ist für die Lehrer und Schüler wohl zumutbar, dass sie die Distanz von exakt 427 Metern zwischen Cornelius- und Kirchenfeld zurücklegen können.“ Nach Auffassung von Axel Brink (UWT) habe man keine Zeit, über nur einen Standort nachzudenken, man brauche schon in den nächsten Jahren zwei.

Elisabeth Schwarz (Bündnis 90/Die Grünen) sagte: „Warum werden die Unterstufen von Gymnasium und Sekundarschule nicht im Kirchenfeld unterrichtet?“ Einen Fürsprecher fand sie in Pfarrer Ludwig Kamm: „Eine tolle Idee, ehe die jungen Schüler im großen Schulzentrum mit über 1700 Schülern untergehen.“

Thema war auch die Mensa im Schulzentrum. Ihre 100 Plätze werden schon ab dem kommenden Schuljahr nicht mehr reichen. Die Verwaltung schlägt den Bau einer neuen Mensa auf der grünen Wiese vor.

Kirchenfeld-Konrektorin Ursula Manthei stellte die Klassen- und Fachräume in der Hauptschule vor und erwähnte die Schulküche mit 160 Quadratmetern: „Da könnte man für die Unterstufe eine kleine Mensa einrichten.“ Helge Schwarz fand die Idee gar nicht so schlecht.

Eingangs hatte Bürgermeister Thomas Goßen von einigen Unabwägbarkeiten bei den zukünftigen Planungen gesprochen: „Wir wissen beispielsweise nicht, welche Tönisvorster Grundschüler danach in den fünften Klassen auch tatsächlich in Tönisvorst bleiben.“

Eine Variante beim Zahlenwerk war, dass je 45 Prozent der Grundschüler später Gymnasium oder Sekundarschule besuchen. Auch dann reichen die derzeitigen Räume im Corneliusfeld mittelfristig bei weitem nicht.

„Wir werden jetzt zügig das Gespräch mit den Schulen suchen“, sagte Goßen. Er wies darauf hin, dass für die etwaigen Investitionen ein großer Geldsegen aus Düsseldorf nicht zu erwarten sei.

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