Nach einer Umwelt-Aktion in der Grundschule Schulstraße wissen die Kinder viel über Energieerzeugung.

Projekt
Bei der Umwelt-Aktion in der Klasse 4a der Katholischen Grundschule St. Tönis ging es auch um Solarenergie.

Bei der Umwelt-Aktion in der Klasse 4a der Katholischen Grundschule St. Tönis ging es auch um Solarenergie.

Lübke

Bei der Umwelt-Aktion in der Klasse 4a der Katholischen Grundschule St. Tönis ging es auch um Solarenergie.

St. Tönis. Wie eine Dampfmaschine funktioniert, ist ganz einfach zu erklären. Ulrike Brammertz-Janoczek von der Deutschen Umwelt-Aktion hat der Klasse 4 a der Grundschule Schulstraße ein kleines Modell mitgebracht. „Wir haben unter dem silbernen Kessel einen Grillanzünder angemacht“, sagt Lars (10). Das Wasser im Kessel wurde heiß, der Druck stieg, das große Rad kam in Schwung. „Dann ging die Lampe an“, sagt Laura (9).

Nach der 90-Minuten-Einheit mit der Spezialistin für Umwelterziehung wissen sie auch, dass ein Trafo am Fahrrad und ein Kraftwerk genauso funktionieren. Sie wissen, wie man Energie sparen kann. „Weniger mit dem Handy spielen“, sagt ein Mädchen, „die Mama soll weniger Autofahren und das Fahrrad nehmen.“ „Draußen spielen“, schlägt ein Junge vor, „damit man Licht spart.“

Birgit Lufen vom Team Umwelt hat den Einsatz der Deutschen Umwelt-Aktion in St. Tönis organisiert. In den Vorjahren lag das Schwerpunktthema beim Papier, jetzt geht es um Wasser und Energie. „Wir haben ein Budget für 20 Unterrichtseinheiten á 90 Minuten.“ Daraus können die vier Grundschulen in der Stadt schöpfen.

Erkenntnisse werden in die Familien getragen

Lufen, die früher selbst Exkursionen mit Kindern durchgeführt hat, hält die Investition in die Umweltpädagogik für sehr sinnvoll. „Das ist richtig nachhaltig.“ Die Kinder im Grundschulalter seien begeisterungsfähig und werden für ihr gesamtes weiteres Leben für das Thema sensibilisiert. „Außerdem tragen sie die Erkenntnisse aus dem Unterricht nach Hause und sind somit wunderbare Multiplikatoren.“ Und da die Kinder städtische Einrichtungen wie Schulen nutzen, fällt ihr Energiesparen dort unmittelbar positiv auf.

Zum Schluss hat Brammertz-Janoczek noch Spielzeug zum Thema erneuerbare Energien dabei. Ein Hubschrauber, der zwar nicht abhebt, wenn Licht auf seine Solarzellen fällt, aber schon mal heftig mit den Flügeln rotiert, eine Mini-Turbine und ein Windrädchen. Mit aufgeblasenen Backen pusten die Kinder, was das Zeug hält, um das kleine Lämpchen am Rad zum Leuchten zu bringen. „Das war ganz schön anstrengend“, bekennt Lina, „mir wurde richtig schwindelig.“

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