Uwe Detges ist seit Mai 2010 der Kommandeur der Garde.

Jubiläum
Uwe Detges in „Zivil“. Beim Wagenbau trägt der Kommandeur der Prinzengarde St. Tönis natürlich nicht seine Ausgehuniform.

Uwe Detges in „Zivil“. Beim Wagenbau trägt der Kommandeur der Prinzengarde St. Tönis natürlich nicht seine Ausgehuniform.

Hüskes

Uwe Detges in „Zivil“. Beim Wagenbau trägt der Kommandeur der Prinzengarde St. Tönis natürlich nicht seine Ausgehuniform.

St. Tönis. Zufällig, nein, zufällig ist dieser Mann nicht in der Prinzengarde. Uwe Detges ist Karnevalist durch und durch, einer, der sehnsüchtig den Evergreen „Eimol Prinz zo sin“ mitsingt. Nach zwei Sessionen als Minister von Prinzen ist der Refrain Detges’ größter, wenn auch bislang unerfüllter Traum von Karneval. Es liegt an den Frauen. . . Seine Lebensgefährtinnen wollten bisher nicht.

Uwe Detges ist im Tönisvorster Karneval ein wichtiger Mann. Seit Mai 2010 ist der St. Töniser Kommandeur der Prinzengarde, die jetzt ihren 60. Geburtstag feiert. Detges ist seit über 25 Jahren dort Mitglied: „Ich habe damals, weil kein Papier zur Verfügung stand, den Aufnahmeantrag auf ’nem Bierdeckel unterschrieben.“ Robert Hösch habe ihn zum Beitritt mit den Worten überredet: „Du bist dämlich genug, um das zu tun.“ Recht hatte er, sagt Detges, und hat immer noch hörbar Spaß an dieser Formulierung.

Der heute 63-Jährige spielt seitdem laute Töne an. „In der Garde spielen wir alle ein Instrument. Ich sollte zuerst die Fanfare spielen, aber ich kriegte das mit den Lippen nicht hin. Das kitzelte einfach zu sehr. Deshalb spiele ich die dicke Trommel, auch wenn man bei den Aufzügen mit ’nem Trompetchen besser bedient ist.“

Der Kommandeur trommelt für den KEV

Bis zu 38 aktive Mitglieder hat die Prinzengarde St. Tönis, mit den unterstützenden Ehrensenioren kommt die Riege auf 60 Personen. „Unser Durchschnittsalter liegt mittlerweile bei 50“, sagt Detges.

Auch Leute wie den amtierenden Karnevalsprinzen, Thorsten Engler, sieht er gern. „Unser aktuelles Prinzenpaar ist ein Glücksgriff. Thorsten füllt die Säle.“ Dessen Lächeln hatte auch den Kontakt zum WDR nach Köln vertieft, nachdem Marita Köllner, „Et fussisch Julche“, den schmucken Typen nach der Aktion „Unser Verein ist spitze“ bei einer WDR-Party im Mertenshof entdeckt hatte. Der Kontakt nach Köln besteht weiter, verschafft der Prinzengarde Auftritte bei der WDR-4-Party in der Domstadt.

Die Prinzengarde existiert seit 1952. Heutiger Vorsitzender ist Helmut Pieper, sein Stellvertreter ist Dieter Hackstein. Seit Mai 2010 ist Uwe Detges der Kommandant.

Am Sonntag, 15. Januar, ab 11.11 Uhr gibt die Garde einen Jubiläumsempfang im Forum Corneliusfeld. Der Eintritt ist frei. Am Samstag, 11. Februar, wird eine Kostümparty im Marienheim in St. Tönis gefeiert. Eintrittskarten zum Preis von fünf Euro können ab sofort bei jedem aktiven Vereinsmitglied der Prinzengarde und der Treuen Husaren bestellt werden. Weitere Informationen zur Garde und der Session gibt es im Internet unter:

www.prinzengarde-sttoenis.de

Vor großem Publikum spielt die St. Töniser Prinzengarde auch bald im Krefelder Königpalast. Dann spielen die Pinguine gegen die Kölner Haie. Der Kontakt ist über Dieter Hackstein geknüpft, den 1. Wagenbauer der Garde. Er ist Wohnungs- und Gebäudemanager beim KEV. „Bei vollem Haus sind bei dem Spiel sicher 8000 Leute. Wenn ich die dicke Trommel schlage, fliegen die Kölner vom Eis“, lacht Detges.

Seine Vorfreude gilt aber vor allem dem Jubiläumsempfang zum 60. Geburtstag seiner Garde am 15. Januar, selbstverständlich ab 11.11 Uhr. „Wir feiern im Forum Corneliusfeld. Jeder kann mitfeiern. Der Eintritt ist frei. Wir spielen viel Musik, das wird keine trockene Veranstaltung.“

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