Krankenkassen zahlen deutlich höhere Pauschale.

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Knappe, Jörg

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St. Tönis. Immer mehr Einsätze, immer höhere Kosten: so lässt sich die Entwicklung des Notarztsystems in Tönisvorst in den vergangenen fünf Jahren umschreiben. Der Zahl von 1000 Notarzt-Einsätzen im Jahr 2007 standen 2012 schon 1500 Fälle gegenüber.

Die Gelder, die die Vereinigung der Krankenkassen als Kostenbeteiligung überwies, reichten nicht mehr aus. Tönisvorst ist Außenstelle der Rettungswache Kempen. Die Stadt führte Verhandlungen und erreichte Positives. Ordnungsamtsleiter Wolfgang Schouten: „Die Krankenkassen sind unserer Kostenaufstellung gefolgt und haben einer deutlich höheren Pauschale zugestimmt.“

Zuschusspauschale steigt um 230 000 Euro an

Wurden zuletzt 170 000 Euro pro Jahr überwiesen, beträgt die neue Pauschale nun 404 000 Euro. Der Anteil, den die Stadt Tönisvorst beizutragen hat, liegt mit von Schouten bezifferten 50 000 bis 60 000 Euro unter dem bisherigen Aufwand. „Das ist im Vergleich zu vorher deutlich weniger belastend für unseren Haushalt“, lobt Schouten die „sehr faire“ Atmosphäre der Verhandlungsgespräche.

Die Stadt Tönisvorst ist in den Gesprächen allerdings aufgefordert worden, zu prüfen, ob Kosten eingespart werden können. „Möglicherweise durch eine organisatorische Änderung im Bereich der Notärzte im Krankenhaus in St. Tönis“, so Schouten.

Das Tönisvorster Notarztsystem ist ein Rendezvous-System: Im Einsatzfall setzt sich der Notarzt in St. Tönis in Bewegung, der Rettungswagen kommt aus Kempen.

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