Bis nach den Sommerferien soll es nur Kontrollen geben.

Dieser Spielplatz könnte einen Zaun bekommen, damit Hunde dort nicht ihre Häufchen machen.
Dieser Spielplatz könnte einen Zaun bekommen, damit Hunde dort nicht ihre Häufchen machen.

Dieser Spielplatz könnte einen Zaun bekommen, damit Hunde dort nicht ihre Häufchen machen.

Kurt Lübke

Dieser Spielplatz könnte einen Zaun bekommen, damit Hunde dort nicht ihre Häufchen machen.

St. Tönis. „Ich habe selbst zwei Hunde, kann also mitreden“, sagte Ordnungsamtsleiter Wolfgang Schouten im Bau- und Umweltausschuss. Dieser befasste sich jetzt mit dem Spielplatz am Düngelshof. Es ging erneut darum, ob der Platz mit einem Zaun vor den Hundebesitzern geschützt werden sollte, die dort ihre Vierbeiner unangeleint herumlaufen lassen. Mit Mehrheit hatte sich unlängst der Ausschuss für Jugend und Soziales für den Zaun ausgesprochen. Was wiederum den Protest von SPD und Grünen auslöste. Jetzt wird erst einmal weiter kontrolliert.

„Wir können doch nicht ganz Tönisvorst einzäunen“, sagte etwas provokativ SPD-Sprecher Hans Joachim Kremser, der Tage zuvor mit einigen seiner Genossen dort selbst Schilder mit einem Anlein-Gebot installiert hatte. Die SPD hatte auch in einem neuerlichen Antrag die Zaunanlage abgelehnt. Weil es im direkten Umfeld bereits drei „gut gepflegte Hundeklos“ gebe; Kremser: „Außerdem sind dort mehrere Sitzbänke mit Abfalleimern zu finden, in den jederzeit die Beutel mit dem Hundekot entsorgt werden können.“ Auch Redner von FDP und Grüne waren gegen den Zaun.

Wolfgang Schouten berichtete davon, dass dort Mitarbeiter inkognito in den vergangenen Tagen Kontrollen gemacht hätten. Gerade frühmorgens, kurz bevor die Hundehalter zur Arbeit müssen, habe man festgestellt, dass etwa 90 Prozent der Besitzer die Vierbeiner anleinen, zehn Prozent aber nicht. „Das ist unglaublich, passiert aber auch an anderen Stellen“, meinte Schouten. Man müsse jetzt daher die Kontrollen fortsetzen, auch Verwarnungen und Bußgelder verhängen. Dabei gehe es nicht nur um den Hundekot, sondern auch darum, dass sich teilweise an den Nachmittagen die Hunde dort zwischen den spielenden Kindern bewegen.

„Wir müssen die Kinder schützen“, votierte Helmut Drüggen (CDU) für den Zaun und für die Verhängung von Bußgeldern. Er erinnerte daran, dass es zu „massiven Beschwerden“ gekommen sei. Dies konnten allerdings SPD-Mitglieder nicht bestätigen. Kämmerin Nicole Waßen appellierte daher an die Bürger, dem Ordnungsamt solche Vorkommnisse zu melden.

Für eine Zaunanlage fehlen derzeit die Mittel, zumal der Haushalt noch nicht genehmigt ist. „Bis es soweit ist, brauchen wir jetzt erst einmal die Erstellung eines vernünftigen Lagebildes“, sagte Drüggen. Die kommenden Monate sollen genutzt werden, weiter zu kontrollieren und zu sanktionieren, um nach den Sommerferien zu entscheiden. Dies wurde dann auch so beschlossen. schö

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