Der Umbau geht voran: Sechs der zwölf seniorengerechten Wohnungen sind laut Vermarkter bereits vermietet.

Die Fassaden des Mertenshofs rund um den den gemütlichen ehemaligen Innenhof-Biergarten sind zurzeit bis zum Dach, das neu gedeckt wird, eingerüstet
Die Fassaden des Mertenshofs rund um den den gemütlichen ehemaligen Innenhof-Biergarten sind zurzeit bis zum Dach, das neu gedeckt wird, eingerüstet

Die Fassaden des Mertenshofs rund um den den gemütlichen ehemaligen Innenhof-Biergarten sind zurzeit bis zum Dach, das neu gedeckt wird, eingerüstet

Neue Raumzuschnitte im Gebäudekomplex Mertenshof im Ortskern von St. Tönis: Wände wurden neu gezogen, Decken und Böden sind ebenfalls noch im Rohbau. Neues Wohnen wird am Kirchplatz 14 ab 2018 möglich, im Erdgeschoss soll außerdem eine neue Gastronomie mit Sälchen entstehen.

Kurt Lübke, Bild 1 von 2

Die Fassaden des Mertenshofs rund um den den gemütlichen ehemaligen Innenhof-Biergarten sind zurzeit bis zum Dach, das neu gedeckt wird, eingerüstet

St. Tönis. Es geht so langsam voran. Bodo Garden steht mit dem Geschäftsführer des Kürtener Bauträgers (Census Real Estate), Michael Zacher, in einem Flügel des Mertenshofes. In einer der zwölf seniorengerechten Wohnungen. „In den nächsten Tagen kommen hier oben die Fenster rein“, sagt Garden, der für den Bauträger und für die Anleger die Projektentwicklung und die Vermarktung erledigt. Man sei im Zeitplan. Der Trockenbauer müsse jetzt noch etwas weiter arbeiten, im Oktober folge dann die Roh-Installation, Heizung und Elektro.

Wohnungen auf drei Ebenen in zwei Flügeln

„Die ersten Mieter werden wahrscheinlich Anfang 2018 in die Flügel einziehen“, ist Garden zuversichtlich. In den beiden Flügeln auf drei Ebenen entstehen insgesamt zwölf Wohnungen in einer Größenordnung zwischen 36 und 80 Quadratmeter. Ein Düsseldorfer Investor hat den Komplex gekauft und wird die Wohnungen vermieten.

Ein Altenpfleger wird eingestellt

„Wir haben bereits über die Hälfte vermietet“, sagt Garden. Die Kaltmiete beträgt zwölf Euro je Quadratmeter. Der Investor hat die neue Restauration und die benachbarten hellen Räume miterworben, die von den Alter-Nativen genutzt werden sollen. Einen Aufzug gibt es dort nicht. Es werden in den Treppenhäusern zu beiden Seiten Treppenlifter eingebaut.

Die Verantwortlichen wollen Service anbieten. Ingo Stadelbacher von „Real Estate“: „Wir werden einen Altenpfleger einstellen, der die verschiedensten Dienstleistungen ausführt beziehungsweise erledigen lässt, von der Fußpflege bis zur Maniküre, vom Frisieren bis zum Putzen.“ Auch sei es für die neuen Mieter möglich, am Mittagstisch teilzunehmen. Ihn böte ab dem Frühjahr die neue Restauration im Mitteltrakt des Mertenshofes an.

Im Mitteltrakt ist man nicht so weit. Im Erdgeschoss wird die neue Gastronomie mit einem kleinen Sälchen entstehen. Noch immer wollen die Verantwortlichen den Namen des Gastronomen nicht bekannt geben. Dem Vernehmen nach soll es sich um denjenigen handeln, der bereits in unmittelbarer Nähe ein Pizza-Restaurant hat. „Wir werden mit dem Namen im Oktober rausrücken“, so Garden gestern. Er fügt mit einem Schmunzeln hinzu: „Das hat alles etwas länger gedauert, auch deshalb, weil da eine Belüftung rein muss, die wahrscheinlich fast so komplex und intensiv ist wie die im neuen Berliner Flughafen.“

Die Alter-nativen sollen ab Januar ihre Räume nutzen können

Über der Gaststätte wird zurzeit der ehemalige Tanzsaal mit seinen Nebenräumen komplett anders gestaltet. Daraus werden vier Maisonette-Wohnungen und zwei kleine Wohnungen gemacht. Es gibt dafür bislang vier verschiedene Eigentümer, die Mietpreise von elf Euro pro Quadratmeter verlangen. Zwei neue Eigentümer werden noch gesucht, für eine Maisonette-Wohnung von etwa 130 Quadratmetern und für eine kleine Wohnung von 54 Quadratmetern. Hier beträgt der Quadratmeter-Preis 3980 Euro, wobei wegen des Denkmalschutzes für die infrage kommenden Eigentümer Sonderabschreibungen bis zu 75 Prozent des Kaufpreises möglich sein sollen.

Auch im Mitteltrakt gehen die Arbeiten voran. Bodo Garden hofft, „dass die Alter-nativen dort im Januar einziehen können, die neuen Mieter oder Eigentümer dann im Februar und der Gastronom im Frühjahr“. Solange müssen sich die Alter-Nativen noch draußen mit den Pavillons begnügen.

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