Bei der dritten Auflage des Rockfestivals zeigte sich das Publikum begeistert. Die Stimmung war grandios.

Die „Kellerband“ des Jugendtreffs: Die Mädels proben bisher, ohne einen wirklichen Namen zu haben.
Die „Kellerband“ des Jugendtreffs: Die Mädels proben bisher, ohne einen wirklichen Namen zu haben.

Die „Kellerband“ des Jugendtreffs: Die Mädels proben bisher, ohne einen wirklichen Namen zu haben.

Kurt Lübke

Die „Kellerband“ des Jugendtreffs: Die Mädels proben bisher, ohne einen wirklichen Namen zu haben.

Vorst. Sieben Bands, mehr als fünf Stunden Live-Musik und 150 begeisterte Besucher – das waren die Eckdaten vom dritten „Vorst forward Open Air Festival“, zu dem der Jugendtreff an der Gerkeswiese auf den Schulhof geladen hatte.

Das zugehörige Plakat zeigte eine stilisierte Gitarre und war mit einem satten Orange-Ton ebenso knallig-schrill wie auch die Stimmung zu später Stunde.

Metal und Hardore dominierten das große Finale mit „Trueside“, die ab 21.30 Uhr nicht nur treue Fans mitrissen. Auf laute, derbe Töne setzte Vorst forward schon immer.

Dennoch gefiel das dritte Open-Air-Festival gerade durch eine gewisse Vielfalt: Das Publikum konsumierte nicht nur, es war selbst aktiv, etwas beim „Happy Birthday“-Singen für Schmerzfrei-Sänger Tom. Der hatte sich von seiner Band einen Auftritt in Vorst gewünscht und wurde dafür mit großem Beifall und grandioser Stimmung belohnt.

Eigentlich sind die Bands größere Bühnen gewohnt

„Eigentlich spielen die auf so kleinen Bühnen gar nicht mehr. Das ist auch für uns ein großes Geschenk“, freuts sich Stephan Schmalenberg, Leiter des Jugendtreffs. Explosiv war auch die Show von „Cyrcus“, ein Quartett mit Zirkusqualitäten. Ihr Reigen aus Alternative-Rock und morbide-maßvollem Metal war von Konfetti gekrönt – was für ein Auftritt!

Und das nach dem eher ruhigen Songwriter Philipp Ophoven, der mit leisen Zwischentönen ähnlich gute Stimmung hervorrief wie Cyrcus mit fettem Düstersound.

Am Anfang ihrer musikalischen Karriere standen Nicole, Finja, Sophie, Simona und Janine: die Jugendtreff-Band stand den männlichen Musikern in nichts nach – bis auf eigene Songs. Die sollen nach Aussage des Quintetts jedoch bald folgen, das Säen eigener Ideen ebenfalls. Als Ernte fuhren alle Bands verdienten Beifall ein – so schön kann Jugendkultur sein. kr

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer