Janika Simon, Mitarbeiterin der action medeor, berichtete von Problemen und Erfolgen der Projektarbeit in Haiti.

Janika Simon (r.) koordiniert die Hilfe in Haiti. Unser Bild zeigt sie mit medeor-Mitarbeiterin Linda Drasba.
Janika Simon (r.) koordiniert die Hilfe in Haiti. Unser Bild zeigt sie mit medeor-Mitarbeiterin Linda Drasba.

Janika Simon (r.) koordiniert die Hilfe in Haiti. Unser Bild zeigt sie mit medeor-Mitarbeiterin Linda Drasba.

Kurt Lübke

Janika Simon (r.) koordiniert die Hilfe in Haiti. Unser Bild zeigt sie mit medeor-Mitarbeiterin Linda Drasba.

Vorst. Zerstörte Häuser. Menschen, die in Zelten und Notunterkünften aus Holz und Planen leben. Abflusskanäle, die sich durch dicht an dicht stehende Behausungen schieben. Müllberge, auf denen sich Schweine und Ziegen tummeln.

Die Fotos, die im Vortragsraum des Vorster Medikamentenhilfswerkes action medeor zu sehen sind, zeigen Haiti. „Es scheint, als wäre alles kurz nach dem Erdbeben aufgenommen worden. Aber die Aufnahmen zeigen, wie es derzeit in der Hauptstadt Port-au-Prince aussieht“, sagt Janika Simon.

650 000 Menschen leben noch in Notunterkünften

Noch immer lebten rund 650 000 Menschen in Notunterkünften. Noch immer fehle es an medizinischer Versorgung, herrschten mangelnde hygienische Bedingungen. Die 30-jährige medeor-Mitarbeiterin weiß, wovon sie spricht. Sie ist die Projektkoordinatorin in Haiti und nur für eine Stippvisite nach Deutschland gereist.

„Viele sehen nur die Nothilfe. Wie wichtig weitere Hilfe ist, ist oft nicht klar“, sagt Simon. Daher ist sie für medeor weiter in Haiti.

2010 eröffnete das Hilfswerk ein Büro in der Hauptstadt, das sich um die weitere Medikamentenversorgung, Gesundheitsprojekte und die pharmazeutische Fachberatung in dem bettelarmen Staat kümmert.

„Eines unserer Ziele ist eine lokale Medikamenten-Verteilerstelle. Wichtig ist, dass das Land seine Medikamente selbst produzieren kann. Wir haben daher Kontakt mit Pharmaherstellern aufgenommen“, berichtet Simon.

Praktische Arbeit wird mit dem Trockentoiletten-Projekt geleistet. Haitianer werden im Bau dieser Toiletten ausgebildet – ein Schritt in Sachen Hygiene. Daneben sind der Aufbau von Gesundheitsstationen, Präventionsmaßnahmen und -schulungen weitere Ziele. „Wir wollen die Basis-Gesundheitsversorgung verbessern“, erläutert die 30-Jährige.

Mit welchem Erfolg, zeigen auch hier Fotos. Mit der mobilen Klinik geht es in Dörfer. In Cholerazelten werden erkrankte Menschen behandelt. Kinder, die Gliedmaßnahmen verloren haben, erhalten Prothesen. Die Hilfe ist vielfältiger Natur. Möglich wird sie durch die Spenden der Menschen, die medeor unterstützen.

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