Am Donnerstag musste die Feuerwehr in Tönisvorst ein Pferd aus einer Baugrube befreien.
Am Donnerstag musste die Feuerwehr in Tönisvorst ein Pferd aus einer Baugrube befreien.

Am Donnerstag musste die Feuerwehr in Tönisvorst ein Pferd aus einer Baugrube befreien.

Günter Jungmann

Am Donnerstag musste die Feuerwehr in Tönisvorst ein Pferd aus einer Baugrube befreien.

Tönisvorst. So einen Rettungsfall gibt es für die Feuerwehr nicht alle Tage. „Ein mehr als 700 Kilo schweres Tier aus einer Baugrube zu retten: Trotz mehr als 200 Einsätzen im Jahr kommt so etwas nicht alle Tage vor“, sagt Markus Hergett, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Tönisvorst. Der Alarm ging an Vatertag um kurz nach halb vier am Nachmittag ein. „Pferd steckt in Braugrube fest“, lautete die Meldung der Kreisleitstelle in Viersen.

Eine 25-jährige Reiterin aus Krefeld war mit ihrem Pferd im Bereich „Kehner Heide“ in Tönisvorst auf einem Rad- und Gehweg über eine mit Bohlen abgesicherte Baugrube geritten. Die Bretter hielten dem Gewicht jedoch nicht stand, Ross und Reiterin brachen ein. Die Reiterin verletzte sich bei dem Sturz leicht am Kopf. Das Pferd wurde eingeklemmt. 16 Feuerwehrleute und zwei Polizeibeamte der Wache Willich trafen kurze Zeit später vor Ort ein und versuchten dem Tier zu helfen. „Wir wollten zunächst das Eintreffen eines Tierarztes abwarten, was aufgrund des Feiertages aber mehr Zeit als sonst benötigte“, berichtet Hergett.

Dann sei das Pferd mit den Vorderläufen plötzlich aus der Grube gesprungen, was die Situation für das Tier noch gefährlicher machte. „Eine sofortige Rettung wurde notwendig“, berichtet Hergett. Dabei mussten die Feuerwehrleute vorsichtig sein, um von dem schweren und starken Tier nicht selbst verletzt zu werden. Schläuche wurden unter dessen Körper gelegt. Nach mehreren Versuchen gelang es zwölf Rettern schließlich, das Tier seitlich aus der Grube zu rollen.

Damit war der Einsatz aber noch nicht vorbei. Der mittlerweile aus Krefeld eingetroffene Tierarzt versorgte das an Bauch und Hinterläufen blutende Pferd mit Medikamenten und Infusionen. Christian Königs, Eigentümer des Reitstalls auf dem Gehlenhof, stellte einen Pferdeanhänger zur Verfügung, mit dem das verletzte Tier zu einer Fachklinik nach Meerbusch gebracht wurde. Dem Tier, so berichtet er weiter, gehe es mittlerweile schon deutlich besser. „Die Ausheilung der Verletzungen wird aber sicher längere Zeit in Anspruch nehmen.“ Zum Unfallhergang selbst hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Geklärt werden muss, ob die Baugrube ausreichend gesichert war oder ob die Reiterin mit dem Pferd nicht darüber hätten reiten dürfen.

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