Der Tönisvorster Bürgermeister ärgert sich mächtig über Reaktionen aus der Politik.

Tönisvorster Bürgermeister Thomas Goßen
Tönisvorster Bürgermeister Thomas Goßen

Tönisvorster Bürgermeister Thomas Goßen

Lübke, Kurt (kul)

Tönisvorster Bürgermeister Thomas Goßen

Vorst. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: „Dieser Vorwurf an die Verwaltung ist so nicht in Ordnung.“ Das sagt Bürgermeister Thomas Goßen zu der Vorhaltung, die Stadtspitze habe auf Vorschläge nicht reagiert, die das geplante Baugebiet Vorst-Nord (Försterhof) weiterbringen würden. Eine Eigentümergemeinschaft um den Rechtsanwalt Patrick Schorsch hatte sich an die Stadtverwaltung gewandt und Vorschläge zum Verkauf der Grundstücke gemacht hatte. Die Stadt habe letztlich nicht darauf geantwortet.

„Das Schreiben von Herrn Schorsch ist hier am 12. Dezember eingegangen, am 14. Dezember haben wir geschrieben“, sagt Goßen. Und dann habe die Verwaltung ihrerseits nichts mehr gehört. Es gebe bis heute keine schriftliche Antwort. „Wir hatten die Eigentümergemeinschaft gebeten, nochmal nachzudenken“, erklärt der Bürgermeister.

Was dem sonst sehr beherrschten Bürgermeister die Zornesröte ins Gesicht treibt, ist die Reaktion der Tönisvorster SPD auf diese Angelegenheit gestern in der WZ. Die Sozialdemokraten – unter anderem in Gestalt des Planungsausschuss-Vorsitzenden Hans-Joachim Kremser, hatten erklärt: „Wenn die Verwaltung das nicht auf die Reihe kriegt, muss eben die Politik entscheiden.“

„Da wundere ich mich schon sehr“, sagt Thomas Goßen. „Der Vorsitzende des Planungsausschusses war über unser Vorgehen unterrichtet.“ Den Vorwurf Richtung Verwaltung akzeptiere er nicht. Genauere Einzelheiten zum Stand der Grundstücksverhandlungen wolle er nicht nennen, beharrt Goßen auch auf mehrfache Nachfrage.

Hinter den Kulissen war zu hören, dass ein Knackpunkt wohl sei, dass die Verkäufer der Grundstücke gerne einen Mindestpreis festgeschrieben hätten.

Auf der anderen Seite hält die Stadt es offenbar für problematisch, eine Obergrenze festzulegen, bis zu der mögliche Ausgrabungs-Arbeiten kosten dürfen. Der Preis, den die Stadt für einen erschlossenen Quadratmeter erzielen will, soll bei 190 Euro liegen. Aber auch zu diesen Punkten war das Schweigen des Bürgermeisters betont eisig.

Leserkommentare (3)


() Registrierte Nutzer