Das Hilfswerk action medeor zeigt eine Tinga Tinga-Ausstellung. Der Verkaufserlös geht an ein Krankenhaus.

Einen stilisierten Elefanten zeigt dieses Bild.
Einen stilisierten Elefanten zeigt dieses Bild.

Einen stilisierten Elefanten zeigt dieses Bild.

Auch Giraffen sind in der Ausstellung zu sehen.

Foto: medeor, Bild 1 von 2

Einen stilisierten Elefanten zeigt dieses Bild.

Vorst. Eine sogenannte Tinga-Tinga-Ausstellung ist ab Ende des Monats beim Vorster Hilfswerk action medeor zu sehen. Tinga Tinga – das ist farbenprächtige Malerei aus Afrika. Vögel, Elefanten, Löwen, Giraffen, Zebras, Fische, die ganze Tierwelt Afrikas, außerdem das tägliche Leben im Dorf, die Praktiken der traditionellen Heiler und Szenen von Zauberei und Hexenkunst werden bei dieser Stilrichtung gezeigt.

Auch für Kinder ist die Ausstellung anregend: Geschichten in den Bildern entdecken, tansanische Märchen kennenlernen, selbst Bilder malen. Die Ausstellung ist bis zum 30. April montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr in Foyer von action medeor, St. Töniser Straße 21 in Vorst zu sehen. Für Schulklassen und andere Gruppen ist eine Führung möglich (Telefon 02156/9788100). Ein Teil der ausgestellten Bilder ist zu kaufen. Der Erlös ist für ein Hospital in Tansania bestimmt.

Die Tinga Tinga-Malerei ist nach ihrem Begründer Edward Saidi Tingatinga (1932 - 1972) benannt. Er stammt aus einem kleinen Dorf im Süden Tansanias. Sein Stil begründete eine große tansanische Malschule, deren Werke in aller Welt immer beliebter werden.

Edward Saidi Tingatinga besuchte vier Jahre lang eine katholische Grundschule. Danach musste er die Rinder seiner Familie hüten. Später begann er in Erinnerung an seine ländliche Heimat mit dem Malen.

1971 wurde Edward Saidi Tingatinga durch eine große Ausstellung in Dar es Salaam schlagartig berühmt. Ein Jahr später wurde er bei einer Razzia irrtümlich für einen flüchtigen Räuber gehalten und unabsichtlich von der Polizei erschossen. Nach seinem Tod im Jahr 1972 blieb die Malergruppe beisammen und erhielt Zulauf.

Heute arbeiten rund 80 Maler unter dem Tingatinga-“Warenzeichen“ in Dar es Salaam, in der „Tingatinga Arts Cooperative Society“ (TACS). Viele andere haben die Kooperative im Laufe der Zeit verlassen und arbeiten selbständig in Dar es Salaam oder anderswo in Tansania.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer