Die Leiche eines 24-Jährigen wurde aus dem Eyller See geborgen. Er wohnte in einer Flüchtlingsunterkunft. In Köln wird ein Flüchtling nach einem Bad im Rhein vermisst. Seit Jahren häufen sich Badeunfälle von Zuwanderern.

Zuwanderer unterschätzen oft die Gefahren von Gewässern (Symbolbild, Archiv).
Zuwanderer unterschätzen oft die Gefahren von Gewässern (Symbolbild, Archiv).

Zuwanderer unterschätzen oft die Gefahren von Gewässern (Symbolbild, Archiv).

dpa

Zuwanderer unterschätzen oft die Gefahren von Gewässern (Symbolbild, Archiv).

Kerken. Im Eyller Badesee bei Kerken ist ein 24-jähriger Mann ertrunken. Er war gemeinsam mit einem Bekannten zum Schwimmen ins Waldfreibad gegangen. Bereits nach wenigen Schwimmzügen ging der junge Mann unter, sein Begleiter alarmierte den Betreiber des Sees. Die Rettungskräfte konnten am Montagabend nur noch die Leiche des Mannes bergen.

Nach Angaben des Bekannten war der junge Mann aus einer Flüchtlingsunterkunft eigentlich ein guter Schwimmer. Er soll jedoch direkt aus der Hitze in den kalten See gesprungen sein. Zunächst war die Polizei davon ausgegangen, dass der junge Mann etwa 18 oder 19 Jahre alt war.

Ebenfalls am Montagabend war in Köln ein weiterer 16-jähriger Flüchtling beim Schwimmen im Rhein vermutlich ertrunken, weil er nicht schwimmen konnte. Die Suche nach dem Jugendlichen aus dem westafrikanischen Guinea war nach drei Stunden erfolglos abgebrochen worden.

Flüchtlinge unterschätzen die Gefahren

Immer wieder ertrinken Flüchtlinge in heimischen Gewässern: Die Schwimmfähigkeit der Schutzsuchenden ist deutlich geringer als in Deutschland, wo 80 Prozent der Bevölkerung schwimmen kann, so die DLRG. Faszination und Anziehungskraft des Wasser aber seien für alle Menschen gleich, auch die Flüchtlinge wollten sich im Sommer abkühlen. Dabei überschätzten sie schnell die eigenen Fähigkeiten und unterschätzten Gefahren in unbekannten Gewässern.

Schon seit Jahren versuchen die Retter, den Unglücken vorzubeugen: So wurden unter anderem die Baderegeln, die die DLRG in 30 Sprachen hat, in einer Kurzversion in Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch zusammengefasst. Damit gehen die DLRG-Helfer auch in Flüchtlingsheime. Außerdem werden gerade Warnhinweise erarbeitet, die ohne Sprache auskommen und auch für Analphabeten geeignet sind.

Bei den 2000 DLRG-Ortsgruppen war 2016 die Nachfrage nach Hilfsmaterial für die Flüchtlinge groß. Vielerorts hat die DLRG damals Flüchtlinge in bestehende Schwimmgruppen integriert oder Zusatzangebote geschaffen. dpa

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